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    Rimpar

    Gemeinderat: Rimpar möchte auch zur Würzburger Großwabe gehören

    Die Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes steht derzeit weit oben auf der Tagesordnung der Politik. Doch der öffentliche Nahverkehr tut sich schwer, eine kostengünstige Alternative zum privaten Auto zur Verfügung zu sein. Vor kurzem beschloss der Würzburger Stadtrat, die Großwabe auszuweiten und die Preise für einen Einzelfahrschein zu senken.

    Ab August sollen auch Orte wie Veitshöchheim, Zell, Margetshöchheim, Reichenberg, Rottendorf, Estenfeld oder Randersacker in die Großwabe einbezogen werden. Es gibt jedoch Kritik aus jenen Standrand-Gemeinden, die außen vor bleiben.

    Im Rimparer Marktgemeinderat forderten nun alle Fraktionen und der Rimparer Seniorenrat, auch Orte wie Unterpleichfeld, Bergtheim oder Rimpar in den Großwabentarif einzubinden.

    Höherer Fahrpreis trotz einer kürzeren Strecke

    Bürgermeister Burkard Losert begründete das mit deutlich überhöhten Fahrpreisen und einem Vergleich der Fahrtstrecke: So liege etwa der Würzburger Stadtteil Rottenbauer 13 Kilometer vom Zentrum entfernt, Rimpar dagegen nur neun Kilometer. "Das ist eine Entscheidung, die können wir so nicht stehen lassen", sagte Losert.

    Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt hatte die Ausdehnung der Großwabe so begründet, dass eine Begünstigung Rottenbauers etwa im Vergleich zum ähnlich weit entfernten Randersacker nicht vollziehbar sei.

    Fahrgäste aus Orten, die nicht zu dieser Großwabe gehören, zahlen derzeit einen stolzen Fahrpreis: Eine einzelne Fahrt nach Rimpar koste, so Losert, für einen Erwachsenen 4,40 Euro und nach Gramschatz 5,40 Euro. Der hohe Fahrpreis kommt dadurch zustande, dass zwischen Würzburg und Rimpar eine weitere "Zählwabe" eingeschaltet sei.

    Initiative kommt vom Rimparer Seniorenrat

    "Die Kosten entstehen allein durch die Entfernung", stellte sich CSU-Rat Bernhard Weidner hinter die Initiative, die der Rimparer Seniorenrat angestoßen hatte. "Es ist kein Grund zu erkennen, warum Rimpar anders behandelt werden sollte." Der Kritik schlossen sich Harald Schmid (SPD) und Wolfram Bieber (IGU) an.

    Schmid lobte den zu Stoßzeiten engen Takt vom Würzburger Bahnhof in Pleichachtal-Gemeinde. Allerdings gebe es noch einige ärgerliche Lücken. So müssten etwa die Gramschatzer Schüler, wenn sie von ihrer Schule in Veitshöchheim kämen, bis zu eine Stunde warten. Bieber ergänzte, dass die Rimparer IGU das Wabensystem komplett abschaffen möchte.

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