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    Thüngersheim

    Gemeinderat beauftragt externe Bewertung der Verwaltung

    Bei einer Organisationsuntersuchung mit Stellenbedarfsanalyse soll die Aufbau- und Ablauforganisation in der Verwaltung der Gemeinde Thüngersheim überprüft werden. Dafür votierte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich bei einer Gegenstimme. Die Initiative zur Erstellung eines Organisationsgutachtens inklusive einer Stellenbewertung ging von der Verwaltung selbst aus.

    Für das Ansinnen nannte Bürgermeister Markus Höfling (Bürgerbewegung, BüBew) mehrere Gründe. So hatte die Verwaltung, nach Höflings Überzeugung, bedingt durch die Abwicklung mehrerer Großprojekte in der Vergangenheit, überdurchschnittlich viele Aufgaben zu leisten. Da mit dem Kinderland "Blauland", der Umnutzung des VR-Bank-Areals und der Fortführung der Altortsanierung weitere anspruchsvolle und umfassende Maßnahmen anstehen, sollte dringend eine externe Beratungsleistung für die Verwaltungsstruktur erfolgen.

    Dafür plädierte neben dem Bürgermeister selbst auch Geschäftsleiter Dirk Lambl. Ziel sei eine externe fachliche Abschätzung der Leistungsfähigkeit der Verwaltung, um für die Belange der Bevölkerung adäquat aufgestellt zu sein.

    Nach Höflings Ausführungen haben sich zahlreiche Kommunen und Städte bereits einer derartigen Beratung durch die Bayerische Akademie für Verwaltungs-Management GmbH als Tochterunternehmen der Bayerischen Verwaltungsfachschule einer solchen Beratung gestellt. Als Hintergrund der Begutachtung nannte Höfling, eine Stellenbewertung zur Ermittlung eines jeweiligen angemessenen Entgeltes für die betreffenden Beschäftigten.

    Auch für die Verwaltung der Gemeinde Thüngersheim schlugen Bürgermeister und Geschäftsleiter eine Organisationsuntersuchung mit Stellenbedarfsanalyse zur hausinternen Aufbau- und Ablauforganisation vor. Dafür seien voraussichtlich acht bis neun Beratungstage durch Mitarbeiter der Akademie erforderlich. Die Kosten werden nach Höflings Aussage rund 17 000 Euro betragen.

    Frank Remling (FWT) hält eine solche Bewertung nicht für notwendig, weil er höhere Lohnkosten für die Beschäftigten für möglich hält. Die beiden Bürgermeister-Stellvertreter, Michael Röhm (CSU/BüBew) und Michael Ank (UWG) sahen den Vorschlag der Verwaltung hingegen als gerechtfertigt an, besonders hinsichtlich einer unterstellten Überlastung der Verwaltung.

    FWT-Fraktionssprecher Jürgen Weid und Annette Goltz (CSU/BüBew) hielten es auch für möglich, dass eine Auswertung durch einen Gutachter eventuell freie Ressourcen ergeben könnten. Norbert Häglsperger machte aus beruflicher Erfahrung darauf aufmerksam, dass "daraus auch Entscheidungen resultieren können, die weh tun." Bei 12 : 1 Stimme sprach sich der Gemeinderat jedoch mehrheitlich für die Beauftragung der Untersuchung aus.

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