• aktualisiert:

    WALDBRUNN

    Gemeinderat bringt ISEK für Waldbrunn auf den Weg

    Ihre „Hausaufgaben“ gemacht haben alle Beteiligten im Hinblick auf ein Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für die Gemeinde Waldbrunn. In der jüngsten Ratssitzung wurden die eingegangenen Stellungnahmen öffentlicher Belange bekannt gegeben. Daraus resultierend bekräftigte der Gemeinderat nochmals seine Absicht per einstimmigen Beschluss für ein ISEK und verabschiedetet gleichzeitig einen Maßnahmenkatalog mit zugehöriger Prioritätenliste. Dadurch sind alle Voraussetzungen geschaffen zur Vorlage bei der Regierung von Unterfranken und nachfolgender Bewilligung.

    28 Positionen im Maßnahmenkatalog

    Auf breiter Basis war das Städtebauliche Entwicklungskonzept für die Gemeinde Waldbrunn unter Beteiligung der Bevölkerung in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und Unterstützung durch das Stadtplanungsbüro Schlicht Lamprecht Schröder ausgearbeitet worden. In einem Bürger-Workshop mit imponierender Resonanz der Bevölkerung waren Vorschläge und Ideen zu zehn unterschiedlichen Themenfeldern zu den künftigen Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde Waldbrunn gesammelt worden. Aus den dabei meistgenannten Anliegen war durch die Mitarbeiter des Planungsbüros ein 28 Positionen umfassender Maßnahmenkatalog für die Jahre 2018 bis 2033 erstellt worden.

    Bei dessen abschließender Präsentation gegenüber dem Gemeinderat verwies Bauamtsleiter Markus Ostwald allerdings darauf, dass es sich bei der Prioritätenliste zunächst nur um einen Ideenkatalog handelt. Jedoch seien die einzelnen Vorhaben bei der erforderlichen Anhörung der Träger öffentlicher Belange durchweg auf Zustimmung gestoßen, ergänzte Bürgermeister Hans Fiederling (UBG).

    Prioritätenliste soll Ideenkatalog sein

    Das erarbeitete Städtebauliche Entwicklungskonzept für die Gemeinde Waldbrunn basiert im Wesentlichen auf einem Handlungskonzept für den Altort und dessen erweitertem Umfeld. Der vom Stadtplanungsbüro Schlicht Lamprecht Schröder erstellte Abschlussbericht (mit den beabsichtigten Entwicklungszielen bis 2033) umfasst 70 Seiten. Entsprechend der Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung von besonderer Bedeutung hierbei ist die Entwicklung einer bestehenden Scheune im Klosterhof. Nach deren Umbau soll darin Platz entstehen für ein Mehrgenerationenhaus und die Bücherei.

    Die Prioritätenliste mit den beabsichtigten Maßnahmen dienst als zeitlicher Orientierungsrahmen für das ISEK. Deren Einhaltung in der Reihenfolge ist jedoch nicht zwingend vorgeschrieben. Aus der Prioritätenliste soll für die Regierung als Fördergeber die Zielsetzung erkennbar sein. Maßnahmen werden in der Regel mit bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten aus öffentlichen Mitteln gefördert. „Deshalb ist im weiteren Fortgang die Vorlage und Zustimmung zum ISEK-Gesamtpaket durch die Regierung von Unterfranken erforderlich“, so Bürgermeister Hans Fiederling.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!