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    NEUBRUNN

    Gemeinsamer Schutz der Gewässer

    In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat Neubrunn unter anderen mit folgenden Punkten:

    • Das Wasserwirtschaftsamt hat bei einer Veranstaltung auf die Möglichkeit eines Gewässerentwicklungskonzeptes (GEK) unter interkommunaler Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg hingewiesen. Ausgangslage ist eine wasserwirtschaftliche Beurteilung des Gewässerbereichs „Mühlbach“ (Markt Neubrunn, etwa fünf Kilometer), der aufgrund der Vergleichbarkeit mit den Gewässern „Welzbach“ (Markt Helmstadt, etwa acht Kilometer) und „Wittwichsbach“ (Markt Kreuzwertheim, etwa fünf Kilometer) und deren Einmündung in den gleichen Abschnitt des Mains im Zusammenhang betrachtet würde.

    Eine gemeinsame Planung wäre für alle drei Kommunen wirtschaftlicher und kostengünstiger. Eine separate Konzeptentwicklung sei auch möglich. Grundlage für diese Planung ist die Europäische Wasserrechtsrahmenrichtlinie (WRRL). Allgemeine Ziele stellen die Erreichung eines ökologisch und wasserqualitätsmäßig guten Zustandes sowie der Unterhalt und die Pflege der Gewässer Dritter Ordnung dar. Durch deren naturnahe Pflege und Unterhalt soll unter anderem ein besserer Wasserrückhalt und damit die Schadensvermeidung beziehungsweise -verringerung bei Hochwasserereignissen erreicht werden.

    Die Beurteilung eines Gewässers erfolgt jeweils unter den Gesichtspunkten Abflussgeschehen, Feststoffhaushalt, Morphologie, Wasserqualität und Leben durch den Vergleich des Ist-Zustandes mit dem wasserwirtschaftlichen Leitbild. Helmstadt und Kreuzwertheim haben sich bereits per Beschluss für eine gemeinsame Erstellung eines GEK ausgesprochen. Der Gemeinderat Neubrunn schloss sich dem an.

    • Das Landratsamt hatte zum Thema „Klärschlammverwertung“ zu einer Veranstaltung eingeladen. Hier wurde ein Konzept über die Möglichkeiten im Landkreis Würzburg vorgestellt. Da eine Entsorgung auf landwirtschaftlichen Flächen in Zukunft nicht mehr möglich ist, muss nach neuen Wegen gesucht werden. Das Verbrennen von Klärschlämmen in den Heizkraftwerken ist nur zu 20 bis 25 Prozent der Gesamtverbrennungsmenge möglich, was nicht ausreichend ist. Um die im Landkreis anfallenden Klärschlämme zu entsorgen, wird wohl eine Monoverbrennungsanlage nötig sein. Zur weiteren Planung einer gemeinschaftlichen Lösung entschied der Gemeinderat, eine Absichtserklärung zur Nutzung der Monoverbrennung der Klärschlämme der Kläranlagen Neubrunn und Böttigheim abzugeben.

    ank

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