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    Sommerhausen

    Gerda und Friedrich Furkel feiern Diamantene Hochzeit

    Gerda und Friedrich Furkel feiern in Sommerhausen Diamantene Hochzeit.  Foto: Antje Roscoe

    Sich Eheringe zu schmieden war 1960 noch nicht im Trend. Bei Gerda und Friedrich Furkel aus Sommerhausen sind die goldenen Ringe trotzdem durchs Feuer gegangen. Und die Ehe hält auf den Tag genau an diesem Donnerstag (23. Januar) seit 60 Jahren. Und wie Friedrich Furkel verschmitzt sagt: "Wir haben nur schöne Zeiten gehabt." 

    Auch wenn der Start mit den Ringen kein leichter war: Verzweifelt hätten sie die Ringe gesucht, kurz vor der Hochzeit in Urphar, wo Gerda Furkel aufgewachsen ist. Nichts - die Ringe blieben verschwunden. Letztlich blieb nichts anderes übrig, als mit dem Moped noch einmal nach Wertheim zu fahren und neue Ringe zu kaufen. Finanziell hatten sie daran bös zu kauen. Später dann fand Friedrich Furkel die Ringe in der Asche des Ofens, wo sie wohl versehentlich mit hineingeraten waren, "wunderbar verschmolzen", wie er sagt: "Es hat gut gehalten!"

    Als der gerade einmal achtzehneinhalbjährige Friedrich heiraten wollte, war kein Geld da - weil er schließlich mal alles übernehmen würde, einer in der Reihe von Schmieden ist namens Friedrich Furkel, hieß es als Begründung. Die Schmiede Furkel gehe zurück bis "vor Christus", sagt der Jubilar lachend. Drei Friedriche seien immer da. Damals, als er der Enkel war und auch heute, wo er der Senior ist. Das Firmenschild müsse nie geändert werden. Gerda Furkel war damals fast 22 Jahre alt und im Haushalt bei Doktor Schmidt beschäftigt. Sie war Schneiderin.

    Getroffen hat sich das Paar auf der Straße, abends wenn man frei hatte und Gerda mit den anderen Dienstmädchen spazieren ging. Jedenfalls: "Es hat a weng geeilt dann", begründet sich die Hochzeit im Januar. Der nächste Friedrich war unterwegs, bekam dann noch drei Schwestern.

    Es war eng in dem kleinen Haus, anfangs sogar noch mit ein bisschen Vieh. Es waren arme Verhältnisse, wie bei den meisten Sommerhäusern. Zum Glück gibt es den Garten. Der ist ein paar Hektar groß. Auch Furkels liefern bei der Absatzgenossenschaft an. Damals war es ein Zubrot, jetzt ist der Spaziergang im Garten Genuss und die Arbeit dort Erholung.

    Büro, Hauhalt, Kinder sind Gerdas Aufgaben. Die Firmengeschichte geht weiter von der Huf- und Wagenschmiede zu Landmaschinen, aber auch zur Kunstschmiede mit großer Sammelleidenschaft. 44 Jahre lang ist Friedrich Furkel Wasserwart, 18 Jahre lang Gemeinderat. 

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