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    Thüngersheim

    Gewässer verunreinigt? Grüne Jugend zeigt Helmut Benkert an

    Über ein tiefer angelegtes Wasserbecken im Thüngersheimer Steinbruch hat die Firma Benkert Zugang zur Grundwasserschicht und über Jahre hinweg unerlaubt Millionen Liter Wasser entnommen. Für die Grüne Jugend steht fest, dass durch das Wasserloch vermutlich auch Schadstoffe ins Grundwasser gelangen konnten und hat diese mögliche Gewässerverunreinigung bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.   Foto: Thomas Obermeier

    Die Baustoff-Benkert hat über Jahre hinweg Millionen Liter Grundwasser aus einem Pumpensumpf  im Thüngersheimer Steinbruch zur Kieswäsche entnommen. Eine Genehmigung dafür hat die Baustoff-Firma Benkert nicht, bestätigt das Landratsamt Würzburg. Die Fachbehörde, das Wasserwirtschaftsamt in Aschaffenburg, ist auch der Ansicht, dass eine Erlaubnis zur Wasserentnahme nicht erteilt werden kann. Denn durch das tiefer gelegte Wasserbecken könnten auch Schadstoffe in das Grundwasser gespült werden. Aus Sicht der Grünen Jugend liegt es nahe, dass das Grundwasser bereits verunreinigt wurde.

    Grüne Jugend spricht von Skandal

    In einer Pressemitteilung erklärt Sebastian Hansen, Spitzenkandidat der Grünen für die Kreistagswahl 2020 und Bürgermeisterkandidat in Waldbüttelbrunn: "Ich habe Helmut Benkert wegen des Verdachts auf Gewässerverunreinigung angezeigt. Es ist ein Skandal, dass die Firma Benkert offenbar seit längerer Zeit wissentlich einen Pumpensumpf unterhalb des Grundwasserspiegels betreibt, obwohl ein Abbau von Gestein unterhalb des Grundwasserspiegels explizit untersagt wurde."

    Betrieb im Steinbruch sofort einstellen

    Hansen erwartet, dass die Staatsanwaltschaft nun tätig wird und ermittelt. "Die illegalen und umweltzerstörenden Machenschaften der Firma Benkert müssen sofort beendet werden! Ich erwarte vom Landratsamt, dass es den Betrieb im Steinbruch sofort und solange einstellt, bis die Missstände behoben sind", fordert Josefine Feiler, Sprecherin der Grünen Jugend Würzburg und ebenfalls Kreistagskandidatin. "Der Schutz des Grundwassers ist im wasserarmen Unterfranken so eminent wichtig, dass hier keine Kompromisse eingegangen werden dürfen."

    Bis Freitagmittag lag der Staatsanwaltschaft Würzburg die Anzeige noch nicht vor. 

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