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    Würzburg

    Gewichtheberin und Ruderer sind Würzburgs Sportler des Jahres

    Mehr als 150 Frauen und Männer wurden für ihre Titel bei bayerischen, deutschen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet - so viele wie schon lange nicht mehr.
    Städtische Sportlerehrung (von links) Joachim Agner, Bürgermeister Adolf Bauer, Katharina Silberzahn, Jens Röder, Fachbereichsleiter Sport Stadt Würzburg, Claudia Renz und Sportreferent Achim Könneke. Foto: Fabian Gebert

    Eine Gewichtheberin und ein Ruderer sind Würzburgs Sportlerin und Sportler des Jahres 2018: Cathrin Silberzahn von "Powerlifting Würzburg" und Joachim Agne vom Akademischen Ruderclub (ARCW) erhielten die Auszeichnung am Montag bei der städtischen Sportlerehrung im Congress Centrum aus den Händen von Bürgermeister Adolf Bauer.

    Das städtische Sportamt hatte nach der späten Sportlerehrung im vergangenen Jahr Besserung gelobt und sein Versprechen gehalten: Die alljährliche Ehrung der erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler der Stadt wird ab sofort wieder im Frühjahr durchgeführt. Das macht insofern Sinn, weil bei der Veranstaltung immer sportliche Erfolge aus dem Vorjahr mit Urkunden und Medaillen belohnt werden. "So ist der zeitliche Abstand zu den hervorragenden Leistungen nicht zu groß. Das soll auch in den kommenden Jahren so bleiben", betonte Sportreferent Achim Könneke, der gut 250 Gäste im Panorama-Saal des CCW begrüßen konnte.

    So viele Auszeichnungen, wie schon lange nicht mehr

    Mehr als 150 Frauen und Männer wurden für ihre Titel, Medaillen und Top-Platzierungen bei bayerischen, deutschen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet - so viele wie schon lange nicht mehr. Vom Bayerischen Mannschaftsmeister im Sommerbiathlon, über Platz 4 bei der U24-Weltmeisterschaft im "Ultimate Frisbee", bis hin zum Deutschen Meister im Sportschießen mit dem Vorderlader waren wie gewohnt auch zahlreiche Sportarten vertreten, von denen man in den Medien wenig bis gar nichts erfährt, was die gezeigten Leistungen aber nicht weniger beeindruckend macht.

    Auch Rudern und Schwimmen, die Würzburger Klassiker, waren wieder stark vertreten. Der SV 05 Würzburg stellt mit seinen erfolgreichen Athletinnen und Athleten traditionell die stärkste Gruppe bei der Sportlerehrung. Angeführt wurden die Nullfünfer von der zweifachen Sportlerin des Jahres, Leonie Beck, die auch 2018 zwei Silbermedaillen bei den Europameisterschaften im Freiwasser ein erfolgreiches Jahr hatte.

    Nächstes Ziel für Silberzahn: "World Games" in den USA

    Becks Nachfolgerin als Sportlerin des Jahres ist unter anderem die erfolgreiche EM- und WM-Teilnehmerin im Kraftdreikampf, Cathrin Silberzahn, Mitbegründerin des Vereins "Powerlifting Würzburg e.V.". Sie holte im vergangenen Jahr Platz fünf bei der Weltmeisterschaft und hält seitdem mit insgesamt 575 Kilogramm in den drei Disziplinen Kniebeuge, Kreuzheben und Bankdrücken einen neuen deutschen Rekord in ihrer Gewichtsklasse. "Eine im wahrsten Sinne des Wortes starke Frau", betonte Bürgermeister Adolf Bauer.

    Silberzahn ist nicht nur Rechtsreferendarin am Landgericht Würzburg, sondern auch wissenschaftliche Mitarbeiterin und Frauenbeauftragte der juristischen Fakultät der Uni Würzburg und findet trotzdem immer genug Zeit für das aufwändige Training, das ihre Erfolge erst möglich macht. Ihr nächstes großes Ziel ist die Teilnahme an den "World Games" in zwei Jahren in den USA.

    Erstmals keine Vorschläge für Vereinsfunktionäre

    Sportler des Jahres wurde zum zweiten Mal, nach Konstantin Steinhübel vor zwei Jahren, ein Ruderer: Joachim Agne vom ARCW holte als Bugmann des deutschen Leichtgewichts-Doppelvierers die Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften in Bulgarien. Der 24-Jährige ist gebürtiger Würzburger und seinem Heimatverein trotz zahlreicher Angebote von Bundesleistungszentren und anderen Vereinen immer treu geblieben. "Er absolviert ungefähr zwei Drittel seiner 6000 Trainingskilometer pro Jahr auf dem Main, mit Blick auf die Festung, das Käppele und die Weinberge. Das freut uns besonders", betonte Adolf Bauer.

    Ehrungen für verdiente Vereinsfunktionäre standen in diesem Jahr nicht auf dem Programm - es wurden erstmals keine Vorschläge eingereicht. Die Bronzestatue "Athena" für die "Vorbildliche Sportlerin des Jahres 2018" ging an Claudia Renz von der TG 1848 Würzburg. Die ehemalige Rhönrad-Weltmeisterin gibt seit dem Ende ihrer aktiven Karriere ihr Wissen und ihre Erfahrungen als Trainerin an den TGW-Nachwuchs weiter und engagiert sich ehrenamtlich nicht nur im Verein, sondern auch auf Verbandsebene als stellvertretende Landesfachwartin für das Rhönradturnen im Bayerischen Turnerverband.

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