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    Würzburg

    Glosse: Was Meister Proper mit der Corona-Krise zu tun hat

    Würzburg ist auf einmal sauber und sicher noch dazu. Die positiven Auswirkungen der Corona-Krise machen sich bemerkbar in der Stadt, nicht nur in der Sanderstraße.
    Die Löwen von der Löwenbrücke tragen bereits Mundschutz. Dann könnten man sie auch am Mainufer platzieren, findet unser Autor. 
    Die Löwen von der Löwenbrücke tragen bereits Mundschutz. Dann könnten man sie auch am Mainufer platzieren, findet unser Autor.  Foto: Heiko Becker

    In den Gewässern Venedigs sind wieder Fische zu sehen, die Luftqualität verbessert sich vermutlich sogar am Würzburger Stadtring und in Südafrikas Nationalparks entspannen die Löwen auf den leeren Straßen. Etwas Ähnliches wünscht sich die Grüne Jugend auch für das Mainufer. Das soll während der Coronakrise autofrei werden. Ob sie dann auch die Löwen-Statuen, inklusive Mundschutz, von der nahe gelegenen Löwenbrücke dahin umsiedeln wollen, ist wahrlich nicht bekannt.

    Es gibt also auch positive Auswirkungen der Corona-Krise, die negativen wurden in den letzten Wochen ja ausführlich beleuchtet. Welchen Effekt, ob positiv oder negativ, hat die Krise auf Würzburg? Ein Spaziergang durch die Innenstadt.

    Meister Proper in der Sanderstraße?

    Vor der Kommunalwahl machte die CSU extra eine Wahlveranstaltung, um für mehr Sauberkeit in der Sanderstraße zu sorgen. Dabei waren laut einer Studie schon im Januar 87 Prozent der Würzburger mit der Sauberkeit in der Stadt zufrieden. Dieser Wert dürfte nun ähnlich gestiegen sein, wie die Beliebtheitswerte des Oberbürgermeisters während der Corona-Krise. Denn die Sanderstraße glänzt wie nach einem Meister Proper-Großeinsatz. Dabei ist es wohl sicher, dass jeder Wirt gerade liebend gerne das Erbrochene seiner Gäste aufwischen würde, wenn er ihnen dafür vorher genug Drinks über den Tresen reichen durfte. Und jeder Wildpinkler würde bestimmt versprechen, ab jetzt Toiletten aufzusuchen, wenn er dafür wieder die Nacht zum Tag machen könnte. 

    Glosse: Was Meister Proper mit der Corona-Krise zu tun hat
    Foto: Heike Grigull

    Wenn man von der Sanderstraße weiter Richtung Paradeplatz und Residenzvorplatz geht, wundern sich Einheimische über den vielen Freiraum rund um Dom und Residenz. Corona sei Dank kann man nun ein Foto von einem der Würzburger Wahrzeichen machen, ohne dabei Schleichwerbung für die deutsche Autoindustrie zu machen. 

    Für Bankräuber hat die Corona-Krise tatsächlich negative Auswirkungen. Denn vor einer Bankfiliale am Vierröhrenbrunnen steht nun ein Security-Mann, der zwar alle Kunden reinlässt, jedoch nicht zu viele auf einmal. Einem Bankräuber wird er den Eintritt aber verwehren. Echt wahr. 

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