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    Oberpleichfeld

    Grenzfahrt mit den Siebenern bei Oberpleichfeld

    Mit dem Traktorgespann ging es auf dem Grenzweg bei Püssensheim entlang. Foto: Rainer Weis

    Der CSU-Ortsverband lud zu einer Fahrt entlang der östlichen/südlichen Gemarkungsgrenze von Oberpleichfeld mit Schlepper und Anhänger ein, unter fachkundiger Führung von Siebener-Obmann Burkard Hartlieb und Ex-Landwirt Gregor Weißenberger.

    An der Püssensheimer Flur, einem Ortsteil von Prosselsheim, erfuhren die Teilnehmer, dass dort neben dem Mais als Biogasanlagen-Lieferant auch Silphie angepflanzt wird. Dazu gab Weißenberger den Kommentar einer Fachzeitschrift wieder: Für die Produktion von Biogas in Deutschland wird bislang auf etwa 1,4 Millionen Hektar Mais angebaut. Mais braucht einiges an Dünger und Pflanzenschutzmitteln, führt zu Bodenerosion und lockt Wildschweine an. Als alternative Energiepflanze hat sich inzwischen die Durchwachsene Silphie gemausert, ein aus Nordamerika stammender Korbblütler. Sie sieht aus wie eine kleine Sonnenblume.

    Auf mehr als 2000 Hektar wird zur Zeit von einigen Landwirten in Süddeutschland, unter anderem auch in der Pleichfelder Flur, in Feldversuchen die Tauglichkeit der Pflanze für die Biogasanlage überprüft, mit dem Ergebnis, dass sie deutlich weniger Dünger oder Pflanzenschutzmittel braucht. Sie bietet außerdem vielen Insekten Nahrung. Die Silphie ist eine Dauerkultur und kann bis zu 20 Jahre auf dem Feld stehenbleiben und bedarf keiner weiteren Bodenbearbeitung. Die Energieeffizienz ist ungefähr 60 Prozent von der des Maises.

    Anschließend wies Burkard Hartlieb die Besucher auf die vielen Getreidestreifen in der Flur hin und erklärte, dass diese als Nahrungsquellen für die Hamster dienen. Über die Staatsstraße bei Seligenstadt ging es an die Unterpleichfelder Flur, doch zuvor erklärte Bürgermeisterin Martina Rottmann, dass der Ausbau der Kreisstraße von Oberpleichfeld nach Seligenstadt gut gelungen sei und man sich inzwischen auch auf die Allee-Bepflanzung einer Zierkirsche geeinigt habe. Sie erwähnte auch, dass die Leitplanke vor dem Haus der Marksteine frei gemacht werde, sodass der Unterstand wieder frei zugänglich wird.

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