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    Greußenheim

    Greußenheim: Goldene Kirchturmkugel ist wieder an ihrem Platz

    Die Dachdecker Andre Hartmann und Marco Büttner bringen die beiden Kartuschen mit Dokumenten in der Kugel unter, bevor sie auf der Kirchturmspitze angebracht wird. Foto: Artur Seubert

    Nach der Entnahme des Metallkreuzes und der "goldenen Turmkugel" zur Renovierung des Kirchturms von St. Batholomäus in Greußenheim waren auch die Bestandteile der kupfernen Kartusche aus der Kugel der Öffentlichkeit im August dieses Jahres präsentiert. Enthalten waren viele Zeugnisse der in den letzten Jahrhunderten durchgeführten Renovierungen. Die ältesten Unterlagen stammen aus dem Jahr 1827, die jüngsten aus der Zeit der letzten Renovierung der Kirchturmspitze im Jahr 1981/82.

    Nun wurden Kugel und Kreuz wieder an ihren angestammten Platz in rund 40 Meter Höhe verbracht. Viele Bürger und Kinder waren gekommen, um dieses "einmalige" Spektakel live mitzuerleben. Viele der älteren Greußenheimer waren auch bei der letzten Renovierung dabei. Für die jüngsten Teilnehmer war es eine Premiere.

    Mit einem Kran wurde das sanierte Metallkreuz zur Kirchturmspitze in luftige Höhe gehievt. Foto: Matthias Ernst

    Bürgermeisterin Karin Kuhn selbst begab sich mit der beauftragten Dachdeckerfirma Thilo Hammer aus Arnstein direkt an die Kirchturmspitze und verfolgte die erneute Hochzeit von Kugel und Kreuz in luftiger Höhe. Vorher zeigte sie den Anwesenden aber noch die beiden Kartuschen, die zukünftig gut verschlossen in der Kugel liegen werden. In der einen Kartusche sind die Dokumente, die schon in der Vorgängerversion enthalten waren, in der zweiten die Dokumente, die das Leben in Greußenheim seit der letzten Renovierung dokumentieren sollen. Neben Berichten aus der Tageszeitung und dem Amtsblatt sind es Festschriften und andere Belege dörflichen Lebens, die für die Nachwelt erhalten werden sollen.

    Bürgermeisterin Karin Kuhn zeigte vor der Auffahrt zur Kirchturmspitze nochmal die beiden Kartuschen mit Dokumenten. Foto: Matthias Ernst

    Nachdem Kuhn auf dem oberen Teil des Gerüstes angekommen war, wurde zuerst die Kugel und dann das Kreuz mit einem Kran an die Spitze des Kirchturms gebracht. Dort passten die Dachdecker beide Teile ein, verschraubten sie – und dann kam der obligatorische Spruch: "Die Kugel sitzt". Mit dem Einbau der Turmspitze wird in Kürze auch das Gerüst verschwinden, das notwendig war, um den Kirchturm neu einzudecken und so widerstandsfähig für Wind und Wetter zu machen.

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