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    Leinach

    Grobentwurf für das Baugebiet "Linde 2"

    Fast vierzig attraktive Baugrundstücke auf den Flächen im Vordergrund mit Blick auf Weinberge und Schwarzkiefern möchte ...

    Wie schnell sich das beabsichtigte Baugebiet "An der Linde 2" realisieren lässt, konnten Stadtplaner Dieter Roppel und Landschaftsarchitektin Angelina Röser vom Stadtplanungsbüro Auktor (Würzburg) dem Gemeinderat nicht sagen. Die Präsentation eines Grobkonzeptes für die rund 4,2 Hektar große Fläche dürfte aber auch die in der eigens terminierten Sitzung anwesenden angrenzenden Anwohner zufrieden gestellt haben. Insbesondere die Zufahrt betreffend, wurden seit Bekanntwerden der Bemühungen um die Entstehung eines Neubaugebietes die wildesten Gerüchte gestreut. Freilich erwiesen sich diese als vollkommen unzutreffend. Wie schon auf einer Handskizze vor etwa einem Jahr, widerlegte auch das vorgestellte Grobkonzept die verbreiteten falschen Darstellungen.

    Viel "Wind um nichts" hatten einzelne Personen in der jüngeren Vergangenheit gemacht und damit ohne jegliche konkrete Grundlage Ängste und Befürchtungen unter den angrenzenden Anwohnern geschürt zum möglichen Verkehrserschließung des Neubaugebietes. Die dadurch aufgebrachte Anwohnerschaft als Besucher der Sondersitzung hatte sich gegenüber der vorhergehenden Sitzung auf lediglich 15 anwesende Personen beinahe halbiert. Ihnen und dem Gemeinderat gegenüber verdeutlichten die Vertreter des Stadtplanungsbüros das Procedere zur Ausweisung eines Neubaugebietes, und auch die damit verbundenen zeitlichen Abläufe. Gleichzeitig erfolgte durch die Planer auch der Hinweis auf eine vollkommen unübliche, so frühe öffentliche Präsentation und Diskussion. Wegen der lancierten falschen Gerüchte allerdings hatte sich Bürgermeister Uwe Klüpfel (CFW) mit dem Gemeinderat hierzu entschlossen.

    Laut dem vorgestellten Grobkonzept können bei einer jeweiligen Größe zwischen 450 Quadratmeter und 600 Quadratmeter auf der rund 4,2 Hektar großen Fläche am südöstlichen Ortseingang von Würzburg kommend etwa 39 Baugrundstücke entstehen. An der Überplanung der eigentlich beabsichtigten Fläche ausgespart bleiben offensichtlich drei etwa 7600 Quadratmeter umfassende Grundstücke, für die keine Verkaufsbereitschaft der Eigentümer zur Erschließung durch die Gemeinde besteht. Ins momentane Stadium der ersten Überlegungen wurden bereits auch Möglichkeiten zum Rückhalt starker Regenereignisse mit einbezogen. Wie die gezeigte Darstellung bestätigte, sollen an dem leichten Südhang zwei gestaffelte, miteinander verbundene Retentionsflächen entstehen. Etwa vierzig Zentimeter tief werden sich nach Aussage von Landschaftsarchitektin Angelina Röser die darin gesammelten Niederschläge bei einem zehnjährigen Regenereignis für rund eineinhalb Stunden zurück stauen.

    "Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben sind nach dem Vorentwurf im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung bereits Anregungen möglich. Die Beteiligung der Träger Öffentlicher Belange erfolgt bei Auslegung des Bebauungsplanentwurfs. Das derzeitige Stadium dient lediglich der Vorbereitung durch Sammeln von Informationen. Umfang und Qualität der Vorbereitung wirken sich grundsätzlich positiv auf die möglichen Einwände, und somit auch die Dauer des Verfahrens aus", erläuterten die Planungsexperten. Nach deren Einschätzung ist von einer Verfahrensdauer zwischen einem und zwei Jahren auszugehen.

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