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    Greußenheim

    Großprojekte prägen Haushaltsentwurf

    Der Gemeinde Greußenheim stehen in den kommenden Jahre nach Prognose von Kämmerin Michaela Cieslik finanzielle Kraftakte bevor. Grund dafür sind im Wesentlichen drei zeitgleiche Großprojekte: die Umgestaltung der ehemaligen Schule zu einem "Haus der Begegnung", die Erweiterung des Kindergartens und nicht zuletzt die Sanierung der Geisberghalle. Diesen finanziellen Herausforderungen entsprechend gestaltet sich der bei einer Gegenstimme verabschiedete Haushaltsentwurf für das Jahr 2019. Dieser umfasst 3 124 857 Euro im Verwaltungshaushalt, aus dem 214 452 Euro in den 2 538 978 Euro umfassenden Vermögenshaushalt zugeführt werden können.

    Insbesondere wegen der auf zwei Jahre verteilten Kosten für die Sanierung der Geisberghalle liegt der Haushaltsansatz im laufenden Jahr für den Vermögenshaushalt satte 1 165 864 Euro über der Vorjahressumme. "Die Umbauprojekte stellen das Maximum an Belastung für die Gemeinde Greußenheim dar. Weitere, selbst kleinere Projekte, können nach den vorliegenden Planungen nicht in Angriff genommen werden", mahnte Kämmerin Michaela Cieslik.

    Rücklagen von 1,8 Millionen Euro zu Beginn des Haushaltsjahres steht allerdings auch eine Summe von 1,1 Millionen Euro an Verbindlichkeiten gegenüber. Gleichwohl liegen der Gemeinde Greußenheim zur Finanzierung dieser Vorhaben bereits verbindliche Förderzusagen vor. Über Planungssicherheit verfügt die Gemeinde somit durch eine Zuwendung von 1 296 000 Euro aus dem Investitionspakt "Soziale Integration im Quartier" für das "Haus der Begegnung". Darüber hinaus kann auch mit einer zugesicherten Fördersumme von 825 000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) für die Sanierung der Geisberghalle kalkuliert werden.

    Die Rücklagen, Einnahmen und Zuwendungen reichen im laufenden Jahr zur Deckung der Ausgaben aus. Vorausblickend verdeutlichte Kämmerin Cieslik jedoch: "Auch das Haushaltsjahr 2020 ist geprägt von den Investitionsmaßnahmen, die nur über eine Kreditaufnahme gestemmt werden können." Über- und außerplanmäßige Ausgaben seien deshalb unbedingt zu vermeiden, so die Kämmerin.

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