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    Kirchheim

    Großübung von Feuerwehr und Rettungsdienst bei Kirchheim

    Bei dem angenommenen Unglück mussten zahlreiche „Verletzte“ versorgt werden. Foto: Eva Löffler, Bayerisches Rotes Kreuz

    Ein fiktiver Unglücksfall mit 50 Verletzten stellte die Einsatzkräfte von Feuerwehren und Rettungsdiensten am Samstag vor eine Herausforderung. Auf Einladung der Kreisbrandinspektion beteiligten sich die Würzburger Hilfsorganisationen BRK, MHD und JUH, das DRK Tauberbischofsheim sowie Notärzte aus Stadt und Landkreis an der großen Einsatzübung „Muschelkalk“. Das geht aus einer Pressemitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes hervor.

    Zusammenstoß mit Zug

    Das angenommene Szenario: Am Bahnübergang zwischen Kirchheim und Oberwittighausen kommt es zum Zusammenstoß mehrerer PKWs und eines Güterzuges. Durch den Zusammenstoß kommt es zu einem Brand im Bereich der Lokomotive, der sich auf Güterwaggons sowie naheliegende Böschungen und Grünflächen ausweitet. Die Besatzung der Lokomotive wird durch das Feuer sowie die Rauchentwicklung verletzt. Der Zugführer verstirbt. Nachfolgende Verkehrsteilnehmer unterstützen die Selbstrettung und werden dabei ebenfalls verletzt. Einige Insassen eines Linienbusses werden durch das Brems- und Ausweichmanöver des Busses verletzt.

    50 Freiwillige der Hilfsorganisationen und Feuerwehren wurden geschminkt und schlüpften in die Rolle Verletzter. Seitens des Rettungsdienstes beteiligten sich 93 Einsatzkräfte, zehn Notärzte und 50 Einsatzfahrzeuge sowie die Integrierte Leitstelle der Berufsfeuerwehr an der Bewältigung des dargestellten Großschadensfalls.

    Übungsleiter ist mit Leistungsfähigkeit sehr zufrieden

    Ein wesentliches Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen zu trainieren und zu optimieren. Besonderes Augenmerk des Rettungsdienstes galt der Umsetzung der bayerischen Richtlinie zur Bewältigung von Schadensereignissen mit einem Massenanfall an Patienten (MAN-RL). Beobachter aller Hilfsorganisationen evaluierten unter anderem die Strukturierung der Einsatzstelle und die Zusammenarbeit an den Schnittstellen.

    „Wir konnten viele Daten sammeln, die nun evaluiert werden, um die nötigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Mit der gezeigten Leistungsfähigkeit von Feuerwehr und Rettungsdienst sind wir sehr zufrieden“, bilanzierte der ehrenamtliche Übungsleiter der Rettungsdienste, Paul Justice. Die Übungsleitung des Rettungsdienstes setzte am Samstag erstmals Bodycams ein, vor allem um die Effizienz der Führungsstrukturen beurteilen zu können. Eine Drohne der Würzburger Johanniter dokumentierte zudem aus der Luft den Übungsablauf. Zur Übungsauswertung sind mehrere Termine mit der Kreisfeuerwehr angesetzt.

    Bearbeitet von Corbinian Wildmeister

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