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    Leinach

    Grundsatzbeschluss zur Generalsanierung der Verbandsschule

    Auf rund 20 Millionen Euro belaufen sich die voraussichtlichen Kosten der Generalsanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule samt Schulturnhalle im Rahmen des Schulverbandes Margetshöchheim. Dadurch bedingt bedeutet dies langfristige Auswirkungen auf die Haushalte der beteiligten Gemeinden Erlabrunn, Leinach, Margetshöchheim und den Markt Zell. Als letzte dieser vier Gemeinden sprach sich nun Leinachs Gemeinderat mehrheitlich bei einer Gegenstimme für die angestrebte Sanierung im Bestand aus. In den vergangenen Monaten hatten die anderen Gremien bereits einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst. Damit ausgestattet, kann nun die Verbandsversammlung die weiteren Planungen und das erforderliche VGV-Verfahren einer europaweiten Ausschreibung angehen.

    Seit dem Jahr 2016 schon erfolgten für die Ratsgremien der beteiligten Gemeinden zahlreiche Info-Veranstaltungen zum jeweiligen Sachstand zur Vorbereitung der zwingend notwendigen Generalsanierung. Diskussionen einer erforderlichen Sanierung werden aber schon seit 2009 geführt. Unterdessen gab es zuletzt zur Sicherung des Schulbetriebs insbesondere Maßnahmen zum Brandschutz.

    Innentüren wurden ausgetauscht

    Nach Schilderung des Schulverbandsvorsitzenden und Margetshöchheims Bürgermeister Waldemar Brohm hat die Regierung von Unterfranken hierfür eine auf zwölf Monate begrenzte Unbedenklichkeitsbescheinigung erteilt. Diese Zusicherung gilt fünf Maßnahmenschwerpunkten zur Brandschutzertüchtigung des Gebäudes, die sich somit nicht nachteilig auf eine Förderung der Generalsanierung auswirken.

    Zur Ertüchtigung des ersten Rettungsweges erfolgt der Austausch von Innentüren. Dabei sollen durch den Einbau von neun Türen im Notfall voneinander getrennte Brandabschnitte gebildet werden können. Technische Veränderungen im Gebäude betreffen insbesondere die Installation einer vernetzten Brandmeldeanlage mit direkter Verbindung zur Integrierten Leitstelle (ILS) in Würzburg.

    Langfristige Auswirkungen auf den Haushalt

    "Die angestrebte Generalsanierung und Erweiterung im Bestand" ist nach Überzeugung von Bürgermeister Uwe Klüpfel (CFW) "die sicherste und kostengünstigste Variante. Deshalb sollten wir sie auf den Weg bringen", lautete Klüpfels Empfehlung an Leinachs Ratsmitglieder. Gleichwohl räumte Verbandsvorsitzender Waldemar Brohm angesichts der erforderlichen Investitionen finanzielle Auswirkungen für die nächsten Generationen an Gemeinderäten ein. Als Alternative zeigte Brohm einen Neubau von Grund- und Mittelschule bei etwa 19,5 Millionen Euro auf - zuzüglich der Kosten für ein nicht absehbares Grundstück hierzu, mit einer Größe von bis zu 7000 Quadratmeter.

    Für die Gemeinde Leinach ergibt sich aus der Generalsanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule des Schulverbandes ein Kostenanteil von 16,47 Prozent. Dieser Anteil, der etwa 2,2 Millionen Euro umfasst, bezieht sich lediglich auf die Anzahl der unterrichteten Mittelschüler, da in Leinach eine Grundschule besteht.

    Finanzielle Belastung von 110 000 Euro jährlich

    Umgelegt auf einen Zeitraum von 25 Jahren bedeutet dies eine finanzielle Belastung des Gemeindehaushalts von jährlich rund 110 000 Euro - zuzüglich der Schulverbandsumlage von bis zu 90 000 Euro jährlich. Aktuell geht Schulverbandsvorsitzender Waldemar Brohm von einer Förderquote von fünfzig Prozent zur Generalsanierung aus.

    Nachdem von den VG-Gemeinden Margetshöchheim und Erlabrunn Grund- und Hauptschule genutzt werden, haben sie mit über siebzig Prozent die Hauptlast der Sanierungskosten zu tragen. Demnach entfallen 41,12 Prozent auf die Gemeinde Margetshöchheim. Erlabrunn würde mit 29,02 Prozent, Leinach mit 16,47 Prozent und Zell mit 13,39 Prozent belastet.

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