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    Waldbüttelbrunn

    Haushalt: Weniger Gewerbesteuer und mehr Kredite

    Der Neubau des Rathauses bindet im Haushaltsentwurf für 2020 der Gemeinde viele Mittel und zwingt zu einer neuen Kreditaufnahme. Dies war allerdings geplant. Foto: Matthias Ernst

    Wie fast in allen Gemeinden im Landkreis wurde auch in Waldbüttelbrunn der Haushaltsentwurf dem Gemeinderat und interessierten Bürgern vorgestellt. Mit einer Gesamtsumme von knapp 21 Millionen Euro  liegt er etwas unter dem Ansatz von 2019 (21 0839 96) und verteilt sich auf den Verwaltungshaushalt mit rund 12,07 Millionen Euro und den Vermögenshaushalt mit knapp 8,9 Millionen. Man befindet sich damit ungefähr auf dem Niveau von 2017.

    Zu Amtsbeginn von Bürgermeister Klaus Schmidt (SPD) lag der Haushaltsansatz noch bei rund 16,6 Millionen Euro, so Kämmerer Maximilian Pfister auf Nachfrage. Grund seien die vielen Investitionen in die Zukunft der Gemeinde, so der Bürgermeister. Egal ob Erschließung von neuen Wohn- und Gewerbeflächen, dem Neubau von Rathaus und Bürgersaal oder viele Tiefbaumaßnahmen. Dies alles kostet Geld. Geld das der Gemeinde nun fehlt, weshalb man nur noch durch Entnahmen aus der allgemeinen Rücklage (2020: 1,5 Millionen Euro) und weitere Kredite einen ausgeglichenen Haushalt erreichen kann.

    Rechnungsjahr 2019 besser als geplant

    So sieht es auch die Finanzplanung bis 2023 vor. Hier sind Kreditaufnahmen von fast 7,3 Millionen Euro geplant. Allein im Jahr 2020 sind 3,45 Millionen geplant. Ob die allerdings notwendig sind, kann man jetzt noch nicht absehen, so der Kämmerer. Auch im Jahr 2019 war eine Kreditaufnahme von 4,15 Millionen Euro geplant. Benötigt wurden allerdings nur zwei Millionen Euro.

    Das Rechnungsjahr 2019 wird besser abschließen als geplant. Nicht nur der Verwaltungshaushalt wird besser abschließen als geplant, sondern auch der Vermögenshaushalt. Wie bereits in den Vorjahren beruht diese "Verbesserung" auf Wenigerausgaben bei den Investitionen. Zeitlich bedingt konnten einige der geplanten Maßnahmen nicht durchgeführt werden. Planungen wurden nicht weiterverfolgt, erläuterte der Kämmerer. Aufgrund der beschriebenen Entwicklung des vergangenen Haushaltsjahres wird die tatsächliche Entnahme aus der Rücklage deutlich niedriger ausfallen als die geplanten 3,17 Millionen Euro.

    Zunahme der Personalkosten

    Auffallend ist die Zunahme der Personalkosten in den vergangenen Jahren. Waren es 2014 noch gut 1,73 Millionen Euro, plant man im Jahr 2020 mit gut 2,3 Millionen Euro. Dagegen steht eine Abnahme bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Nach den besseren Jahren in der Vergangenheit geht die Kämmerei nur noch von 3,5 Millionen Euro aus. Im Jahr 2019 lag der Ansatz noch bei 4,1 Millionen Euro und 2018 bei 5 Millionen Euro.

    Für Hoch- und Tiefbaumaßnahmen plant die Gemeinde Waldbüttelbrunn im Jahr 2020 eine Summe von zusammen 7,6 Millionen Euro ein. Wie der Bürgermeister ausführte, eine Investition in die Zukunft. Der Haushaltsansatz wird nun noch in den Fraktionen beraten und mögliche Änderungen der Kämmerei mitgeteilt, sodass bei der nächsten Sitzung am 10. Februar endgültig über die Haushaltssatzung beschlossen werden kann.

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