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    Höchberg

    Haushaltsentwurf liegt bei fast 40 Millionen Euro

    Der Umbau der Ernst-Keil-Schule in Höchberg wird auch im Haushalt 2020 einiges an Geld verschlingen. Foto: Matthias Ernst

    Der Haushaltsentwurf der Gemeinde Höchberg umfasst heuer fast 40 Millionen Euro (Vorjahr: 29,4). Das teilte Kämmerin Stefanie Grund dem Gemeinderat mit. Hiervon entfallen rund 22,5 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt und 17,4 der Vermögenshaushalt.

    Begründet wurde die auffällige Steigerung von über zehn Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2019 mit erhöhten Ausgaben beim Grunderwerb. Außerdem werden die Schulden um 34 000 Euro getilgt und betragen zum Jahresende dann noch 19,95 Euro je Einwohner. Vergleichbare Kommunen im Freistaat liegen im Schnitt bei 800 Euro je Einwohner.

    Es wird auf Rücklagen zurückgegriffen

    Um den erhöhten Finanzbedarf decken zu können, muss auf die Rücklagen zurückgegriffen werden. Zehn Jahre lang waren diese stetig angewachsen, nun erfolgt voraussichtlich eine Entnahme von knapp 14 Millionen Euro, so die Kämmerin. Es bleibt immer noch ein erklecklicher Betrag auf der hohen Kante von mindestens 4,8 Millionen Euro. Der genaue Betrag steht erst fest, wenn die Jahresrechnung 2019 abgeschlossen ist. Stefanie Grund war aber positiv gestimmt, dass der verbleibende Betrag über fünf Millionen Euro liegen wird.

    Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt wird bei 1,3 Millionen Euro liegen und erreicht damit die gesetzliche Mindestzuführung. Nicht ganz so positiv sieht es mit der Einnahme aus der Gewerbesteuer aus. Grund rechnet vorsichtig mit nur noch 1,8 Millionen Euro, 2019 waren noch 2,65 geplant. Haupteinnahmequelle wird die Beteiligung an der Einkommensteuer sein. Hier sind 7,5 Millionen Euro vorgesehen.

    Hochbaumaßnahmen und Sanierungen

    Neben dem Kauf von Grundstücken und Gebäuden sind es die Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, die den größten Teil der Haushaltsausgaben betreffen. Der Umbau der Ernst-Keil-Schule, die Kulturscheune und der Neubau eines Wohnhauses auf dem Gelände des ehemaligen JUZ sind die größten Hochbaumaßnahmen, die Sanierung der Sonnemannstraße, der Albrecht-Dürer-Straße und des Greinbergweges sind die größten Ausgaben im Tiefbau. Hinzu kommen noch erkleckliche Summen für Personalausgaben, die Kreisumlage und Unterstützungen für die Kindertagesstätten in der Gemeinde.

    Das Geld aus den Rücklagen wird hauptsächlich für den Erwerb einer zukunftsträchtigen Fläche verwendet, so Bürgermeister Peter Stichler. Der Haushalt wird jetzt noch um die Anträge der einzelnen Fraktionen erweitert und soll dann in der nächsten Gemeinderatssitzung verabschiedet werden.

    Höchberg beteiligt sich am "DenkOrt Aumühle"

    Auf Nachfrage von Martin Benthe (SPD) berichtete der Bürgermeister, dass sich die Gemeinde am "DenkOrt Aumühle" beteiligen wird, wie es von der CSU Fraktion beantragt worden war. Das Denkmal zur Erinnerung an die Judendeportation während des NS-Regimes entsteht derzeit am Hauptbahnhof in Würzburg. Die künstlerische Ausführung, so Benthe, könnte in Zusammenarbeit mit den Höchberger Schulen entstehen, was allgemein befürwortet wurde.

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