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    Haushaltssperre für die Gemeindeverwaltung

    Die Marktgemeinde sieht sich zu einer Haushaltssperre gezwungen, um das laufende Jahr erfolgreich abzuschließen. In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats hat dies Bürgermeister Burkard Losert als Chef der Verwaltung dem Gemeinderat mitgeteilt. Es habe sich "ein kurzfristiger Engpass" ergeben, versicherte er. Bis Jahresende erwarte die Kämmerei ein deutliches Plus von 200 000 Euro. Der Bürgermeister erklärte das unerwartete Loch in der Gemeindekasse damit, dass sich der Eingang eingeplanter Gelder verzögert habe. Die Mitarbeiter der Verwaltung sind damit gezwungen, auf nicht unbedingt nötige Ausgaben zu verzichten.

    Laut Losert stehen noch erhebliche Rückflüsse aus Fördermitteln für Projekte aus, die in den vergangenen Jahren umgesetzt und von der Gemeinde vorfinanziert wurden. Allein für den Kreisverkehr Holzweg sei vom Bund noch eine Überweisung von 500 000 Euro zu erwarten. "Es liegt kein Verschulden der Verwaltung vor, es gibt Schwierigkeiten mit Geldern, deren Eingang sich verzögert hat", ordnete CSU-Gemeinderat Bernhard Weidner den schweren Schritt ein. Um die Zahlungsfähigkeit der Gemeinde bis zum Jahresende sicherzustellen, nimmt sie zudem einen befristeten Kassenkredit in Anspruch.

    Die für 2019 erwarteten Einnahmen aus den Steuern entsprechen den Schätzungen. Zum Jahresende sollen sie sich auf 5,4 Millionen Euro belaufen, darunter sind auch 2,1 Millionen Euro aus den Verbesserungsbeiträgen für die Wasserversorgung in Gramschatz. Als Zahlungsziel für die Bürger ist der 30. November anvisiert. Die Bescheide werden derzeit noch erarbeitet. Unter den Ausgaben befinden sich auch 1,2 Millionen Euro, die als Sonderausgaben für Grunderwerb angelegt wurden.

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