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    Würzburg

    Hightech Agenda: 42 neue Professuren für Uni Würzburg

    Großen Worten folgen nun konkrete Zahlen: Die Hightech Agenda der Staatsregierung sieht für Würzburgs Uni 42 neue Professuren vor. Im Mittelpunkt: Künstliche Intelligenz.
    Würzburgs Julius-Maximilians-Universität will sich im Forschungswettbewerb behaupten – und baut dafür unter anderem ein Zentrum für Künstliche Intelligenz auf. Foto: Patty Varasano

    Nach Verkündung der bayernweiten Hightech Agenda durch Ministerpräsident Markus Söder im Oktober gibt es nun Klarheit für die einzelnen Hochschulen. Ihnen hat Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) die Einzelheiten mitgeteilt. Für die Würzburger Julius-Maximilians-Universität (JMU) heißt das für die nächsten vier Jahre: 42 neue Professuren, 71 Stellen für weiteres Personal sowie zusätzliche Sachmittel.

    Uni-Präsident Alfred Forchel sieht damit den Forschungsstandort Würzburg "signifikant gestärkt", wie es in einer Mitteilung heißt. Man freue sich über die Konkretisierung der Hightech Agenda. Sie ermögliche der Uni nun unmittelbare Planungen. Söder geht nach eigenen Worten von 600 zusätzlichen Studienplätzen an der Uni und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (FHWS) in Würzburg und knapp 150 für die FHWS in Schweinfurt aus.

    Künstliche Intelligenz: Schwerpunkt "Data Science"

    Profitieren soll an der Universität vor allem die Forschung zur Künstlichen Intelligenz (KI). Hier soll die JMU  mit dem Schwerpunkt "Data Science" ein wichtiger Knoten in einem bayernweiten Netzwerk werden. Zu den bisher im neuen Haushalt vorgesehenen zwei Professuren erhält die Uni sieben weitere – dazu 21 Stellen für Personal und 3,7 Millionen Euro an Sachmitteln.

    Freut sich über die Millionen für die JMU aus der Hightech Agenda das Freistaats: Würzburgs Uni-Präsident Alfred Forchel.  Foto: Patty Varasano

    Forchel zufolge will sich die Uni auch an dem von Söder angekündigten Wettbewerb um 50 weitere KI-Professuren in Bayern bewerben: "Künstliche Intelligenz gehört zu den zentralen Zukunftsthemen technischer Forschung und ist auch an der Universität Würzburg ein bedeutendes Forschungsfeld." Allerdings hatte der Ministerpräsident mit dem Wettbewerb vor allem jene bayerischen Hochschulen im Blick, die sonst keine KI-Förderung bekommen. Trotzdem will sich die JMU beteiligten und hofft auf weitere Stellen.

    Zentrum zur Erforschung von Quantencomputern

    Im Bereich "SuperTech" unterstützt der Freistaat die Ansiedlung eines außeruniversitären Instituts für Topologisches Quantum Computing. Es soll gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich realisiert werden. Quantencomputer gelten weltweit als bahnbrechende Innovation, die bisherige Computersysteme in den Schatten stellen. Sie sind um ein Vielfaches schneller. Ihre praktische Umsetzung ist für Wissenschaft und Wirtschaft eine große Herausforderung. 

    Zugesichert wurde der Würzburger Uni laut Mitteilung ferner die Finanzierung eines Ersatzneubaus für den Chemie-Zentralbau am Hubland.

    Informatik wird deutlich ausgebaut

    Für einen Zuwachs von insgesamt 29 neuen Professuren an der JMU bis 2023 sorgt die bayerische Hochschulreform. Ziel ist es, den Wissenschaftlern mehr Zeit für die Forschung zu schaffen. Hinzu kommen hier noch 45 Stellen für weiteres Personal und 5,6 Millionen Euro an Sachmitteln. 

    Besonders gefördert wird im Zuge der Agenda der Uni-Fachbereich Informatik, in dem die Staatsregierung die Zahl der Studienplätze erhöhen will. Hier sollen in den kommenden vier Jahren sechs neue Professuren und sechs weitere Stellen entstehen. Hinzu komme eine Förderung von einer Million Euro für Sachmittel, heißt es. Laut Wissenschaftsminister Sibler sollen bayernweit 13 000 neue Studienplätze in den Bereichen Informatik, Digitalisierung und Technik geschaffen werden.

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