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    Frauenland

    Hilfe für ausländische Studenten

    Der neue Vorstand des Vereins zur Förderung ausländischer Studierender in Würzburg (von links): Ulrike Michel-Schurr (stellvertretender Vorstand), Ursula Shahmary (Geschäftsstellenleitung), Adolf Bauer (Vorstand), Martina Bindig (Kassenprüferin) und Gabriele Sibinger (Schatzmeister).  Foto: Herbert Kriener

    Studierenden in Notlagen zu helfen, hat sich der Verein zur Förderung ausländischer Studierender in Würzburg zur Aufgabe gemacht. Nun wurde ein neuer Vorstand gewählt, nachdem Rechtsanwalt Wolfgang Voigt sein Amt als Schatzmeister aus Altersgründen niedergelegt hat.

    Vogt war maßgeblich bei der Gründung des Vereins beteiligt und hat seinen Kollegen all die Jahre zur Seite gestanden und hervorragend beraten, die sich  dafür herzlich bedankten. Seine Nachfolge tritt Gabriele Sibinger vom International Students Office der  Universität Würzburg an. Schriftführerin wurde Bärbel Meyer vom Studentenwerk.

    Der Verein hilft ausländischen Studierenden von der Universität Würzburg, der Hochschule für angewandte Wissenschaften und der Musikhochschule, die unverschuldet in Not geraten, um ihr Studium erfolgreich weiterführen zu können.

    Der "Runde Tisch", ein Zusammenschluss aus Vertretern, der Katholischen Hochschulgemeinde, der Evangelischen Studentengemeinde, der Sozialberatung des Studentenwerks, des Sprachenzentrums, der Studierendenvertretung (WIN), des International Students Office der Universität Würzburg und der Hochschule für angewandte Wissenschaften, beraten und entscheiden über gestellte Anträge.

    Im Jahr 2019 konnte einem palästinensischen Masterstudenten der Universität Würzburg geholfen werden, der wegen der Vorbereitung seiner Masterthesis zwei Monate nicht mehr arbeiten konnte. Er hat inzwischen sein Studium erfolgreich beendet und bereits eine Anstellung gefunden.

    Eine weitere Förderung wurde für einen Bachelorstudenten aus Kamerun (ebenfalls von der Universität Würzburg) ausgesprochen, der eine Knieoperation hatte und so zwei Monate nicht seiner Nebentätigkeit nachgehen konnte, durch die er sein Studium finanziert.

    Einem Bachelorstudenten wurde geholfen, der einen Fahrradunfall hatte und für die Schäden an den beteiligten Autos mithaftbar gemacht wurde, aber keine Haftpflichtversicherung hatte.

    Einem Masterstudenten der Hochschule für angewandete Wissenschaften aus Äthiopien, der wegen eines Zimmerbrandes für zwei Monate eine Notunterkunft brauchte, konnte diese mit Hilfe des Studentenwerkes und des Vereins erhalten.

    Im kommenden Jahr möchte der Verein, der seinen Sitz am Hubland hat, aktiv um Spenden werben. So soll es Infostände beim "Frühling International" und beim Stadtfest geben. Gerne nimmt der Verein auch neue Mitglieder bei einem Mindestbeitrag von zehn Euro auf.

    Die meisten ausländischen Studierenden finanzieren sich durch Nebentätigkeiten, da Hilfe aus dem Heimatland meist nicht möglich ist. Da die Krankenkassenbeiträge für Studierende steigen, kommt eine Mehrbelastung auf die ausländischen Studierenden zu. So rechnet der Verein im Jahr 2020 mit deutlich mehr Anträgen. 

    Bearbeitet von Herbert Kriener

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