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    Würzburg

    Himmelspforten: Rückkehr von Carolin No nach der Babypause

    Im vergangenen Jahr bot der Park von Himmelspforten die perfekte Kulisse für einen Abend mit anspruchsvollen Liedern und Künstlern. Foto: Patty Varasano

    Nachdem sie letztes Jahr im Exerzitienhaus Himmelspforten eine erfolgreiche Premierefeierten, kommen die „Songs an einem Sommerabend“ auch in diesem Jahr wieder nach Würzburg.  Im letzten Jahr hatte der Klosterpark seine Tauglichkeit für ein Liedermacher-Festival unter Beweis gestellt.Veranstalter Ado Schlier und seine Frau Monika haben für den 14. und 15. Juni wieder ein attraktives Programm zusammengestellt – mit guten, alten  Bekannten und lohnenswerten Neuentdeckungen. Neben den „regulären“ zweitägigen „Songs an einem Sommerabend“ gibt es in diesem Jahr am 16. Juni noch ein „Extra“ mit Konstantin Wecker.

    Hans-Jürgen Buchner spielt solo und mit Haindling

    Die zweitägige Veranstaltungwird auch in diesem Jahr wieder in bewährter Weise von Matthias Brodowy moderiert. Er kann in diesem Jahr auf der Bühne im Park hinter den Klostermauern folgende Künstlerinnen und Künstler begrüßen: Hans-Jürgen Buchner und seine Band Haindling, Klaus Hoffmann, Carolin No, Weiherer, D’Raith-Schwestern und da Bleimer sowie „Die Neuen von den Songs“ – junge Nachwuchskünstler, die vor kurzem von einer Fachjury für den „Walther von der Vogelweide-Preis“ ausgewählt wurden.

    Hans-Jürgen Buchner ist bekannt als Multiinstrumentalist, der mit seiner Band Haindling so etwas wie die volksmusikalische Avantgarde in Bayern darstellt. Weltmusik gab es bei Haindling schon, als der Begriff noch gar nicht erfunden war. Buchner wird bei den zweiten „Songs“ in Würzburg auch als Solokünstler am Piano zu erleben sein, bringt aber auch seine Band auf die Bühne. Klaus Hoffmann aus Berlin steht in der Tradition der großen französischen Chansoniers und gehört mit seinen Liedern zu den Mitbegründern der deutschen Singer/Songwriter-Szene.

    Caro und Andreas Obieglo geben bei "Songs an einem Sommerabend" ihr erstes Konzert in Würzburg nach der Geburt ihrer Tochter.  Foto: Thomas Obermeier

    Das Duo Carolin No aus Würzburg zählt zu den Stammgästen bei den „Songs“. Bei ihrem Heimspiel, dem ersten nach ihrer Babypause, werden die Würzburger Kulturförderpreisträger des Jahres 2018 auch einige Lieder ihrer neuen CD vorstellen, deren Veröffentlichung noch in diesem Jahr geplant ist.

    Neuer Star der Pariser Liedermachserszene

    Bei „Weiherer“ dürfen sich die Zuhörer auf deutliche Worte gefasst machen. Er schimpft und protestiert, ist oft politisch unkorrekt, aber auch gnadenlos komisch. Ruhig und besinnlich ging’s lange bei den Raith-Schwestern aus der Oberpfalz zu. Jetzt schreiben sie auch kritische Lieder über die Oberflächlichkeit der sogenannten volkstümlichen Unterhaltung und auch gegen Trump & Co. Bei einigen Songs wird sich Hans-Jürgen Buchner zu ihnen auf die Bühne gesellen.

    Als neuer Star der Pariser Liedermacherszene gilt die Sängerin Noemi Waysfeld. Sie ist Sängerin, Poetin und Entdeckerin in einem und tief vertraut mit den Gesängen Vertriebener und Entwurzelter in ganz Europa. Mit ihrem Trio Blik interpretiert sie auch den portugiesischen Fado neu – und zwar auf Jiddisch.

    Auch Hans-Jürgen Buchner und seine Band "Haindling" werden bei den "Songs an einem Sommerabend" dabei sein. Foto: Hans Will

    Inzwischen stehen auch die Gewinner des „Walther-von-der-Vogelweide-Preises“ fest, die bei den „Songs an einem Sommerabend“ auftreten werden. Lukas Meister, 1986 nahe Freiburg im Breisgau geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Vor kurzem hat er sein neues Album „Leuchten“ veröffentlicht. Kritiker bescheinigen seinen Songtexten „Tiefgang, aber ohne Schwere, Witz, aber ohne Dämlichkeiten“. Annika Borsetto ist eine Südtiroler Liedermacherin aus Bozen, die ihr Publikum mit deutschen, italienischen und ladinischen Texten unterhält. Dazu bedient sie sich verschiedener musikalischer Spielarten. Hauptthema ihrer Lieder ist es, das eigene Leben zu leben, ohne auf bessere Zeiten zu warten. Dritte im Bunde der Preisträger ist die Gruppe „Kathrina“ aus Ostwestfalen. Die Musiker erzählen Geschichten aus dem täglichen Leben, in eingängigem und gleichzeitig unaufdringlichem akustischem Gewand, heißt es in einer Presseerklärung.

    Zugabe am Sonntag: Konstantin Wecker mit Orchester

    Am Sonntag, 16. Juni, wird Konstantin Wecker zusammen mit dem Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie unter der Leitung von Mark Mast die Open-Air-Premiere seines neuesten Tournee-Projektes „Weltenbrand“ feiern, für das er alte und neue Lieder zusammengestellt hat. Und bestimmt wird Wecker auch auf die aktuellen Entwicklungen in Deutschland und der Welt eingehen.

    Karten für die „Songs an einem Sommerabend“ kosten 58 Euro für ein Plätzchen auf der Wiese, im bestuhlten Bereich kosten sie 72 Euro. Die gleichen Preise gelten auch für das Konzert mit Konstantin Wecker. Karten gibt es in Würzburg in der Main-Post-Geschäftsstelle in der Plattnerstraße 14, Telefon (0931) 6001 6000, oder in der Tourist-Information im Falkenhaus am Marktplatz 9, Telefon (0931) 37 24 36.

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