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    Frickenhausen

    Historische Kostbarkeiten ins rechte Licht gerückt

    Es waren viele gekommen, um die Historischen Kostbarkeiten zu sehen. Von links: Sabine Rupp (Untere Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes Würzburg), Hermann Oberhofer (Kreisheimatpfleger des ehemaligen Kreises Ochsenfurt), Landrat Eberhard Nuss, MdL Manfred Ländner, Peter Güttler mit Ehefrau Elke, Bürgermeister Reiner Laudenbach, MdL Volkmar Halbleib und Paul Hofmann. Im Hintergrund die Mitglieder des Männergesangvereins. Foto: Uschi Merten

    Es war eine gelungene Veranstaltung im alten Frickenhäuser Rathaus, und viele waren gekommen. Nicht nur Frickenhäuser, auch viel Prominenz. Alle wollten dabei sein, wenn die Kostbarkeiten des Alten Rathauses ins rechte Licht gerückt wurden.

    Die Begrüßung übernahm Bürgermeister Reiner Laudenbach. Das Engagement von Menschen sei wichtig, meinte er, und dankte Peter Güttler für die vielen Stunden, die er ehrenamtlich in das alte Rathaus investiert habe.

    Güttler, bekannt auch als Markgraf Babenberg, erzählte, dass Geschichte und Kunstgeschichte schon immer seine Leidenschaft gewesen sei. Und so nahm er die Sache in die Hand, um das Kulturgut zu säubern und herzurichten. Dabei kam auch ein Glanzstück zutage. Ein Ölbild, das das "Urteil des Königs Salomo" darstellt, wobei selbst der Rahmen noch original ist.

    Und Güttler berichtete darüber, dass viele Schlösser restauriert und gängig gemacht wurden. Interessant sei eine alte Truhe gewesen, deren Schlüssel er dem Bürgermeister überreichte. Er bedankte sich bei den vielen Helfern und Sponsoren, die das alles möglich gemacht hätten und bei seiner Frau Elke, die ihn immer unterstützt habe. Er hoffe nun, dass ein schöner Rahmen geschaffen wurde und die Räume mit Leben erfüllt werden, durch Ausstellungen, spezielle Führungen, Konzerte, Weinproben und "klenne Festli halt".

    Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Frickenhäuser Männergesangsverein. Und als die Mitglieder das Lied "Frickenhausen meine Heimat" schmetterten, sangen alle Frickenhäuser mit Begeisterung mit.

    Landrat Eberhard Nuss sagte: "Peter Güttler hat im Frickenhäuser Rathaus erstaunliche Funde gemacht, und es ist schön, dass dies der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird". Über 400 Jahre habe eine geheimnisvolle Eisenkiste im Rathaus von Frickenhausen geschlummert, bis sie durch Zufall von Peter Güttler entdeckt wurde. Schön fand Nuss die Idee, dass die Räume des alten Rathauses künftig für Ausstellungen, Konzerte und andere Anlässe genutzt werden.

    Auch die Landtagsabgeordneten Manfred Ländner und Volkmar Halbleib waren in Frickenhausen. Sie waren aus Interesse gekommen und wurden, obwohl nicht vorbereitet, aufgefordert Grußworte zu sprechen. Beide waren begeistert von den Schätzen und lobten, dass dies alles ohne staatliche Zuschüsse hergerichtet wurde. Und sie waren sich einig, dass es zeige, dass in Frickenhausen die Ortsgemeinschaft lebe, und die Menschen dort die Gegenwart und damit auch die Zukunft gestalten.

    Das alte Taufbecken, das in einer Ecke versteckt gewesen war, hat jetzt einen besonderen Platz im alten Rathaus. Es war jedoch nur das Becken selbst erhalten. Da kam Steinwerksbesitzer Paul Hofmann ins Spiel. Er hat innerhalb kürzester Zeit einen Unterbau dafür gebaut, damit es jetzt einen Ehrenplatz finden konnte.

    Paul Hofmann, der auch einen Steinbruch in Frickenhausen hat, brachte ein Geschenk mit. Noch am Morgen war er im Frickenhäuser Steinbruch unterwegs und hat passend für den Anlass einen besonderen Stein gefunden, den er als Geschenk an Peter Güttler übergab. Es war ein Muschelkalkstein mit einem Ceratiten (Kopffüssler) darauf.

    Nach dem informativen und unterhaltsamen Festakt fand eine Führung statt.

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