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    Würzburg

    Höchberg: Mit Trommeln auf Probleme in Afrika hinweisen

    Schüler der Mittelschule Höchberg veranstalteten einen Trommelwettbewerb. Viele Wochen des Planens, Übens und des Trommelbaus liegen hinter den Kindern.
    André Mabiala animierte das Publikum mitzusingen
    André Mabiala animierte das Publikum mitzusingen Foto: Matthias Ernst

    Trommeln sind Rhythmusinstrumente und lösen mit ihrem Klang uralte Instinkte beim Menschen aus. So jedenfalls sieht es die Wissenschaft. Doch Trommeln können weit mehr. Das wurde deutlich, als die Schüler der Klassen 5b und 8b der Mittelschule Höchberg mit ihrem neuesten Projekt an die Öffentlichkeit traten. Im Würzburger Zauberberg traten sie gemeinsam mit ihrem Trommellehrer André Mabiala vor Eltern, Freunden und Bekannten auf und trommelten, was das Zeug hielt.

    Einzug der Trommler
    Einzug der Trommler Foto: Matthias Ernst

    Doch bevor man diesen Auftritt so mühelos hinbekam, waren viele Wochen des Übens notwendig. Seit November letzten Jahres übten sie an den von Mabiala bereitgestellten Trommeln. Dabei geht es um das Gefühl für Rhythmus, aber auch die gleichmäßigen Takte. Und was bei diesem Projekt, das von der Bürgerstiftung Höchberg unterstützt wurde und durch Mittel aus dem Verfügungsfonds der Mittelschule ergänzt wurde, besonders wichtig war, die Schülerinnen und Schüler wagten sich gemeinsam daran, eine eigene Trommel für jeden Teilnehmer zu bauen.

    Die selbstgebauten Trommeln wurden nicht fertig

    So lernten die Schülerinnen und Schüler viel über die richtige Holzwahl und das Benutzen von Werkzeugen. Eigentlich, so Klassenlehrer Marc Daues, war geplant, mit den selbstgebauten Trommeln aufzutreten, doch die wurden nicht fertig. Das Problem, so erläuterte er, war das richtige Bespannen der Trommelkörper. Die dafür notwendigen Tierhäute hatte man im Unterricht vorbereitet. Das war eine sehr interessante Erfahrung, so Schülerin Marie, denn die Tierhäute mussten geglättet und von allen Haaren befreit werden.

    Hurra, es ist geschafft!
    Hurra, es ist geschafft! Foto: Matthias Ernst

    Um einen perfekten Klang für eine Trommel möglich zu machen, müssen die Tierhäute gleichmäßig über den Trommelkörper gespannt werden. "Das hat manche Schüler überfordert", gibt Daues zu. Nun will man im kleinen Kreis die Trommeln fertigstellen, damit die Schule in Zukunft über eigene Trommeln verfügt.

    Probleme in Afrika auf einfache Weise vermittelt

    Gleichzeitig lernten die Kinder und Jugendlichen, wofür Trommeln benutzt werden und wo sie ihren Ursprung in Afrika haben. Auch die Probleme in Afrika wurden so auf einfache Weise vermittelt. André Mabiala berichtete neben dem Trommelbau und dem gemeinsamen Üben von seinem Verein "Mbonda Lokito, Kongo/Kinshasa Kinderhilfe e.V. Würzburg". Wie leben die Kinder in Afrika? Welche Sorgen und Nöte haben sie? Wie kann man ihnen ganz einfach helfen? All das wurde im Unterricht besprochen. "Unsere Schülerinnen und Schüler haben ganz toll mitgemacht", lobte Klassenlehrerin Mareike Eder die Einsatzbereitschaft.

    Doch letztlich mündete alles in dem großen Auftritt im Zauberberg. Schulleiter Christopher Strätling dankte Andreas Eder und seinem Team für die Möglichkeit, das Marrakesch-Zelt für die Veranstaltung zu nutzen. In der Schule sei die Lautstärke wegen der Trommeln einfach zu hoch.

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