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    Höchberg

    Höchbergs Grenzen haben viel zu bieten

    Der Alleweg liegt genau an der Grenze von Höchberg nach Würzburg, wie man hier am Wappen der Stadt erkennen kann Foto: Matthias Ernst

    Bereits zum 42. Mal fand der Grenzgang der Höchberger Feldgeschworenen unter Teilnahme der Bevölkerung statt. Neben allen vierten Klassen der Ernst-Keil-Schule und der weiteren Klassen der Mittelschule Höchberg hatten sich in diesem Jahr erfreulich viele Erwachsene an der Gemarkungsgrenze zu Würzburg an der östlichen Grenze eingefunden.

    Begrüßt wurden sie vom stellvertretenden Obmann der Feldgeschworenen, Edmund Genheimer, und Höchbergs Bürgermeister Peter Stichler. Jeder Teilnehmer erhielt ein Faltblatt, das die genaue Wegbeschreibung und einige wissenswerte Zahlen und Daten zu Höchberg erhielt.

    Grenzen werden komplett abgelaufen

    Höchberg ist in 6315 Flurstücke unterteilt ist, die sich auf 754,85 Hektar verteilen, wobei die Gebäude und Freiflächen einen Anteil von 213,36 Hektar haben und die landwirtschaftlichen Flächen 327,78 Hektar einnehmen. Nur sechs Mal wurden seit der Erstellung der ersten Flurkarten 1832/33 die Grenzen im dieses Jahr abgelaufenen Gebiet verändert. Die letzte Ausmarkung fand 2011 statt, als ein Weggrundstück aus Höchberger Gemarkung zur Stadt Würzburg ausgegliedert wurde. Die Höchberger Grenzen werden im dreijährigen Rhythmus komplett abgelaufen, so dass ein Teilnehmer, der drei Jahre hintereinander mitläuft, einmal komplett um Höchberg an den Grenzsteinen entlang gelaufen ist.

    Die Idee des Grenzgang in dieser Form hatte seinerzeit der jetzige Altbürgermeister Werner Hillecke, der die Bevölkerung für ihren Ort begeistern wollte. Neben den Höchberger Feldgeschworenen nahmen auch der ehemalige Revierförster Georg Kasparek, Vertreter der Würzburger und Kister Feldgeschworenen teil.

    Ältester Grenzstein aus dem Jahr 1666

    Vom Alleeweg bis zur sogenannten "Bolza Villa" an der Zeller Waldspitze verlief das erste Stück entlang der Würzburger Grenze. Hier am Dreiländereck verläuft die Grenze genau durch die Zufahrtsstraße, auf der früher die Höchberger zur Arbeit nach Zell zu Koenig & Bauer auf dem "Fabrikkerweg"liefen, so dass man dort den Grenzstein in der Straßenmitte findet. Von dort liefen die Teilnehmer durch den Staatswald auf Zeller Gemarkung bis zur Waldstraße und weiter über die Waldsportbrücke in Richtung Hans Stumpf Sportanlage.

    Diese wurde umrundet, bevor man an der Seckertswiese auf den ältesten noch stehenden Grenzstein aus dem Jahre 1666 traf, der auf der ortsabgewandten Seite die Kennzeichnung: "K.W." für "königlichen Wald" trägt. Unterwegs wurde natürlich nach alter Sitte ein etwas lockerer Stein wiederbefestigt. Dafür mussten Schüler, aber auch Bauamtsmitarbeiterin Martina Domes "gestaucht" werden. Durch fünfmaliges Herablassen auf den Stein wurde er wieder fest im Boden verankert.

    Wissenswertes über die Gemeinde

    Der Abschluss des diesjährigen Grenzgangs fand am Waldportplatz statt. Die Höchberger Fußballer feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen und luden die Grenzgänger ein. Den Kindern machte die Wanderung sichtlich Spaß und durch die Einbeziehung in den Lehrstoff in Heimat- und Sachkunde wurde ihr Wissen um Höchberg und seine Grenzen nochmals praktisch vertieft. Doch auch für die Erwachsenen hatte der Würzburger Feldgeschworene Bernhard Hock die eine oder andere Information parat, so dass alle viel neues Wissen um ihre Heimatgemeinde Höchberg mit nach Hause nehmen konnten.

    Die Feldgeschworenen Edmund Genheimer (links) und Dieter Schmitt "stauchten" Martina Domes, um den lockeren Grenzstein wieder zu befestigen Foto: Matthias Ernst
    Bernhard Hock zeigte anhand einer Karte den Schülern und Bürgern den Gerenzverlauf Höchbergs. Foto: Matthias Ernst

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