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    Röttingen

    Hohe Kosten durch Wasser und Brücken

    Die Tauberbrücke aus dem Jahre 1966 muss aus Sicherheitsgründen für rund 420 000 Euro umfangreich saniert werden. Foto: Markhard Brunecker

    Einen ausführlichen Bericht zur Generalsanierung der Tauber- und Mühlbachbrücke sowie zur Verlegung der Hauptwasserleitung vom Abgabeschacht in der Rothenburger Straße bis zum Ahornweg gab es im Röttinger Stadtrat von Diplom-Ingenieur Christian Horn.

    Die Instandsetzung der Tauberbrücke am Festplatz aus dem Jahre 1966 mit einer Weite zwischen den Geländern von 9,50 Meter ist notwendig, da bei einer Brückenhauptprüfung 2014 erhebliche Schäden festgestellt wurden. Zum Schadensbild gehören neben verschlissenen Belägen unter anderem Risse im Beton, Betonabplatzungen sowie korrodierte Entwässerungsrohre, die die Sicherheit beeinträchtigen. Aufgrund der Voruntersuchungen ist die Instandsetzung wirtschaftlich und verkehrstechnisch günstiger als ein Neubau, auch wenn es keine Fördermittel dazu gibt. Die Erhöhung der Brückenlast von 30 auf 40 Tonnen wäre wegen der erheblich längeren Bauzeit, Umleitungen und Kosten nicht wirtschaftlich. Die bisherigen Erhaltungskosten waren mit knapp 15000 Euro ehe gering.

    Drei Wochen Vollsperrung

    Gasleitung und Stromkabel wurden bereits im Herbst 2017 umgelegt. Die derzeitige Sanierungsplanung sieht zunächst eine Antragsstellung der Wasserrechtsverfahren für den Einbau eines Gerüstes in der Tauber vor. Die Ausschreibung soll im Frühjahr 2019 erfolgen, als Baubeginn ist das Frühjahr 2020 vorgesehen. Bei der Bauzeit geht Horn von rund neun Monaten aus. Nach seiner Einschätzung betragen die Kosten der Tauberbrücke 420 000 Euro. Mit der Instandsetzung ist eine halbseitige Sperrung der Fahrbahn bei einer Ampelschaltung notwendig. Eine Vollsperrung von rund drei Wochen ist unumgänglich. Fußgänger können immer einen der beiden Gehwege benutzen.

    Für die Sanierung der nur rund 200 Meter vorgelagerten Mühlbachbrücke ist das gleiche Procedere mit Kosten von 110 000 Euro vorgesehen.

    Nach einem Wasserrohrbruch der "Hauptschlagader", wie sie Ingenieur Horn nannte, sei eine Verlegung der Fernwasserleitung unumgänglich. Unter gefährlichsten Umständen und auf Privatgrund sei diese im Jahr 2016 nach einem Defekt vom Bauhof repariert worden. Der Übergabeschacht bei Marmor Baumann verzweigt die von Bieberehren kommende Leitung in die Tief- und Hochzone (Altstadt und Siedlung).

    Neue Leistung für 220.000 Euro

    Nach Untersuchung verschiedener Varianten entschied sich der Stadtrat einstimmig für den Neubau einer Leitung auf öffentlichem Grund. Dieser führt über einen vorhandene Wege zum Wendehammer am Ahornweg. Auch der Armaturenschacht befindet sich künftig auf öffentlichem Grund und kann einzeln abgestellt werden. Als Bauzeit setzt Horn rund neun Monate an. Seine Kostenschätzung beläuft sich auf 220.000 Euro und wird, da es keine Zuschüsse gibt, komplett auf die Gebührenzahler umgelegt.

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