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    WÜRZBURG

    Hubland-Baustellen brauchen eine neue Zufahrt

    Die neue Rottendorfer Straße (links) wird ab Herbst für die Landesgartenschau gesperrt. Dann steht sie für die Baustellenbelieferung nicht mehr zur Verfügung. Foto: Thomas Obermeier

    Würzburgs mit Abstand größte Baustelle befindet sich am Hubland. Dort entsteht mehr oder weniger aus dem Nichts nicht nur ein neuer Stadtteil, sondern parallel dazu auch die nächstjährige bayerische Landesgartenschau. Diese steht genauso unter Zeitdruck wie manche der Stadtteil-Baustellen, die bis zum Beginn der Gartenschau abgeschlossen sein sollen, damit deren Besucher ungestört das Gartenschau-Ambiente genießen können. Einige Baustellen werden aber auch während der Gartenschau weitergeführt werden müssen. Und die haben gerade ein Problem.

    Rottendorfer Straße wird gesperrt

    Denn ab Herbst wird ein Teilstück der neuen Rottendorfer Straße die durch das gesamte Areal führt, für die Gartenschau gesperrt. Diese Sperrung gilt bis zum Ende der Gartenschau im Oktober 2018. Während dieser Zeit müssen aber verschiedene Projekte weitergebaut werden, um termingerecht fertiggestellt werden zu können.

    Bisher kamen die Baustellenfahrzeuge vom Gerbrunner Tor und fuhren die neue Rottendorfer Straße entlang zu den Quartieren 1 und 2, die ans Frauenland angrenzen. Diese Durchfahrtsmöglichkeit wird es mit Beginn der Sperrung aber nicht mehr geben.

    Hier entstehen gerade unter anderem eine große Wohnanlage der Melchior Park GmbH sowie deren fast fertig gestellter Hotelneubau. Außerdem wird hier neben einigen anderen Baumaßnahmen auch gerade das das neue Wohnstift des Bürgerspitals errichtet, das im zweiten Quartal 2018 bezugsfertig sein soll.

    Gewichtsbeschränkung aufheben

    Eine der betroffenen Baufirmen ist Riedel Bau aus Schweinfurt. Das Bauunternehmen ist sowohl bei der Wohnanlage Melchior-Park als auch beim Wohnstift Bürgerspital tätig. Bisher wurden diese Baustellen vom Gerbrunner Tor aus über die neue Rottendorfer Straße angefahren, berichtet Pressesprecherin Christina Frase auf Anfrage der Redaktion. Dies sei die einzig mögliche Zufahrt gewesen, da in der alten Rottendorfer Straße eine Gewichtsbeschränkung von 7,5 Tonnen gelte. Wenn die neue Rottendorfer Straße nicht mehr benutzt werden könne, müsste eine andere Möglichkeit für die Belieferung der Baustellen eingerichtet werden.

    Es drohen Behinderungen

    Eine Beschränkung auf Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von maximal 7,5 Tonnen könne im normalen Baustellenbetrieb jedenfalls nicht eingehalten werden. Als beste Lösung sähe man es bei Riedel Bau an, wenn der Schwerlastverkehr für die Baustellen über die alte Rottendorfer Straße geführt werde und dafür die Beschränkung auf 7,5 Tonnen aufgehoben würde.

    Falls jedoch keine direkte Anfahrt der Baustellen mehr möglich wäre und damit der Bauablauf behindert würde, müsste man dies bei den jeweiligen Bauherren anzeigen, heißt es weiter von Riedel Bau. Denn in diesem Fall käme es dann zu erheblichen Mehrkosten und auch Terminverschiebungen durch eine Verlängerung der Bauzeit.

    Lösung lässt auf sich warten

    Der Würzburger Stadtrat hat das Thema einer Aufhebung der Gewichtsbegrenzung auf der alten Rottendorfer Straße bereits im September 2016 im Konversionsausschuss diskutiert.

    Den Ausschussmitgliedern wurden damals drei Varianten vorgeschlagen: Verzicht auf eine Aufhebung der Tonnagebeschränkung in der Rottendorfer Straße und im Zweierweg im Hinblick auf den Anwohnerschutz; eine Aufhebung der Beschränkung von Oktober 2017 bis November 2018, also den Zeitraum der Landesgartenschau; oder eine sofortige Aufhebung der Beschränkung im Hinblick auf die Bautätigkeiten am Hubland.

    Im Konversionsausschuss wurde damals eine Entscheidung verschoben. Ob zeitnah eine solche folgen wird, ist derzeit nicht klar. Auf Anfrage der Redaktion wurde von der Rathaus-Pressestelle mitgeteilt, dass dem Konversionsausschuss ein neuer Vorschlag zur Tonnagebeschränkung am Rottendorfer Tor vorgelegt werden soll. Wann dies sein wird und welchen Inhalt der Vorschlag haben soll, konnte man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

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