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    ROTTENDORF

    In die Pedale getreten: Schüler erzeugten Strom mit Fahrrad

    Es gibt viele Möglichkeiten, der Umwelt einen Gefallen zu tun: Wiederverwendbare Einkaufstüten, zur Schule radeln oder eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach gehören dazu, finden die Kinder der Grundschule Rottendorf. Den drei Gästen von der Energieagentur Unterfranken fiel es leicht, den Viertklässlern die Zusammenhänge von Kohlendioxid-Ausstoß und den Treibhauseffekt zu erklären. Kein Wunder: Im letzten Jahr erhielt die Schule den „Nachhaltigkeitspreis Mainfranken“. Für die Schüler ist der Schutz der Umwelt eine Selbstverständlichkeit.

    Bäumchen auf dem Pausenhof

    „Da wollen wir natürlich dran bleiben“, erklärt Schulleiterin Andrea Böhm. „Gemeinsam mit den Schülern arbeiten wir kontinuierlich daran, das Umweltbewusstsein zu stärken.“ Erst vor kurzem hat die Schule ihren Pausenhof, ehemals ein ideenloses Asphaltpflaster, neu gestaltet: Statt ödem Teer gibt es hier nun neue Bäumchen und Büsche oder einen aus Weiden gepflanzten Tunnel. Das alte Schulgebäude aus den 1950er Jahren wurde energetisch saniert.

    Auch versuchen die Lehrer, den morgendlichen „Elterntaxi-Verkehr“ möglichst gering zu halten: So haben sich etwa die Schüler in Gruppen organisiert, die gemeinsam zur Schule gehen, und es werden Fahrrad-, Roller- und Inliner-Trainings angeboten.

    Der Besuch des gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Würzburg war dennoch spannend genug, um die Kinder zum Jahresende für den Umweltschutz zu begeistern. In drei Workshops hatten die Schüler die Gelegenheit, auch praktisch ihr Wissen zu erproben. Besonders spannend war es, mit einem Fahrrad Strom zu erzeugen. Dazu war es nötig, kräftig in die Pedale zu treten.

    Ökologisch sinnvoll

    Fiel es noch einfach, eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen, so war es deutlich schwerer, einen Föhn in Betrieb zu setzen oder gar einem Radio Diskomusik zu entlocken.

    Außerdem erfuhren die Kinder von Mitarbeiterin Julia Stubenrauch, wie eine gesunde und auch ökologisch sinnvolle Ernährung aussieht. Energieberater Günther Wanger erklärte ihnen, wie sich die Energie der Sonne einfangen lässt. Die Mitarbeiter der Energieagentur informieren seit 2014 über einen effizienten Umgang mit Energie. Einer der Schwerpunkte ihrer Arbeit liegt dabei auf der Beratung von Gemeinden.

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