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    Erlabrunn

    In finanziellen und ökologischen Belangen alternativlos

    Unter dem Vorbehalt der noch ausstehenden Zustimmungen der Gemeinde Leinach und des Marktes Zell zur Generalsanierung der Grund- und Mittelschule Margetshöchheim sprach sich der Gemeinderat in Erlabrunn in seiner jüngsten Sitzung in einem klaren Votum für eine Generalsanierung aus.

    Die Entscheidung, die Bürgermeister Thomas Benkert (UBE) "in finanziellen und ökologischen Belangen als alternativlos" bezeichnete, traf das Gremium einstimmig. Damit votierten nach der Standortgemeinde Margetshöchheim die beiden anteiligen Hauptinvestoren für die bereits seit 2009 diskutierte Maßnahme. Samt einer barrierefreien Erweiterung beläuft sich die Kostenschätzung auf  18 515 950 Euro - zuzüglich rund 1,5 Millionen Euro Sanierungskosten für die Schulturnhalle.

    20 Millionen Euro Gesamtkosten

    Gewaltig erscheinen die voraussichtlichen Gesamtkosten von rund 20 Millionen Euro für die notwendige Generalsanierung der Verbandsschule Margetshöchheim. Der Standortgemeinde und deren VG-Partner Erlabrunn dient sie als Grund- und Mittelschule. Die beiden weiteren Mitgliedsgemeinden Leinach und Zell betreiben jeweils eine eigene Grundschule und entsenden lediglich Mittelschüler an die Verbandsschule. Im Schulverbund mit Veitshöchheim ist dort durch die Unterrichtung der 9. und 10. Klasse der Mittlere Schulabschluss möglich.

    Entsprechend der unterschiedlichen Nutzung durch Schüler der Mitgliedsgemeinden splitten sich auch die Sanierungskosten auf. Die förderfähigen Kosten hierzu schätzt Margetshöchheims Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Waldemar Brohm (CSU) auf 13,3 Millionen Euro. Als wahrscheinlich sieht Brohm eine Förderung von 50 Prozent an. Bis hierzu verlässliche Aussagen zu treffen sind, wird mit dem Abschluss der Planung noch ausreichend Zeit ins Land ziehen.

    Die Aufteilung der Kosten

    Als Entscheidungsgrundlage einer Generalsanierung jedoch klar ist die anteilige Aufteilung der Kosten nach den jeweiligen Schülerzahlen. Demnach entfallen 41,12 Prozent auf die Gemeinde Margetshöchheim. Erlabrunn würde mit 29,02 Prozent, Leinach mit 16,47 Prozent und Zell mit 13,39 Prozent belastet. Mit über siebzig Prozent der Sanierungskosten haben somit die beiden VG-Gemeinden Margetshöchheim und Erlabrunn die Hauptlast zu tragen. Entscheidungsträger sei zwar die Verbandsversammlung. "Bei derartigen Dimensionen allerdings sollten die Verbandsräte von den jeweiligen Gemeinderastgremien mit einem eindeutigen Mandat ausgestattet sein", befand  Schulverbandsvorsitzender Waldemar Brohm.

    Durch weiteres Abwarten bessere sich nach Brohms Überzeugung weder die Situation der Schule noch die der voraussichtlichen Kosten oder der Finanzierung. Ein etwa 1,5 Millionen teurerer Neubau im Vergleich zur Generalsanierung stellt für die beiden VG-Bürgermeister Brohm und Benkert hingegen nur eine theoretische Option dar, wegen der  nicht vorhandenen erforderlichen Neubauflächen von bis zu 7000 Quadratmeter - in keiner der Mitgliedsgemeinden.

    Auf Basis der aktuellen Kostenschätzung bedeutet eine Generalsanierung für die Gemeinde Erlabrunn einen Kostenanteil von 3 874 170 Euro bei einer jährlichen Belastung von 193 708 Euro einer Finanzierung über 20 Jahre. Bei einer Finanzierung über 25 Jahre würde sich die Belastung auf 155 000 Euro jährlich reduzieren. Hinzu kommt jeweils die jährliche Verbandsumlage von durchschnittlich etwa 130 000 Euro.

    Der Gemeinderat in Margetshöchheim hatte sich bereits am 25. April für die Generalsanierung der Grund- und Mittelschule ausgesprochen. Für das Gremium in Leinach steht die Entscheidung in dessen nächsten Sitzung am 4. Juni auf der Tagesordnung.

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