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    Würzburg

    Interreligiöses Treffen in der Moschee

    Imam Zahir Durakovic (rechts) begrüßte die Teilnehmer des zweiten Treffens zwischen dem Interreligiösen Gesprächskreis und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen. Foto: Michael Stolz

    „Es scheint ja beinahe schon normal, dass sich die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen im Gebetsraum einer Moschee trifft“, so charakterisierte der emeritierte Religionswissenschaftler Norbert Klaes ironisch das Treffen in der islamisch-bosnischen Gemeinde in Würzburg. Und so fiel auch die Begrüßung des Imams Zahir Durakovic überaus freundlich aus. Knapp 30 Menschen verschiedenster Religionen waren beim zweiten Treffen zwischen dem Interreligiösen Gesprächskreis und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen dabei, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Das Klima für ein gutes Miteinander sei in Würzburg gegeben, so Durakovic. Kein einziges Mal habe es seit 1993, dem Gründungsjahr der bosnisch-islamischen Gemeinde in Würzburg, eine Anfeindung gegeben. Allerdings würde sie es schon wünschen, aus dem Hinterhof und Keller einmal herauszukommen.

    Ahmed Bastürk, Sprecher der Muslime in Würzburg, berichtete von Treffen mit dem Oberbürgermeister Christian Schuchardt, der für einen Moscheebau eine den Muslimen angemessene zentralere Lage anstrebt. Offen sei aber auch noch, wie die verschiedenen Islamgemeinden sich einen Gebetsraum teilen könnten.

    Thematisch ging es bei dem Treffen außerdem um die Frage, wie ausländische Konflikte sich auf das Zusammenleben in Deutschland auswirkten. Mit einem bosnischen Friedensgebet schloss das Treffen.

    Bearbeitet von Anna-Lena Behnke

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