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    Mateh Yehuda

    Israel-Tagebuch: Gut, einen Braumeister dabei zu haben

    Ein dicht gepacktes Programm steht vor den Besuchern aus dem Landkreis Würzburg. Daneben soll Zeit bleiben, um über eine weitere Vertiefung der Partnerschaft zu reden.
    Ein Besuch im Landratsamt von Mateh Yehuda stand am Beginn der Reise, die eine Delegation aus dem Landkreis Würzburg zurzeit in Israel unternimmt. Foto: Gerhard Meißner

    Über vier Stunden Flug und mehrere Sicherheitschecks liegen hinter uns, als wir am Flughafen von Tel Aviv von Maya Ashkenazay empfangen werden. Als Mitarbeiterin von Landrat Niv Viezel ist sie für die Partnerschaft mit dem Landkreis Würzburg zuständig, koordiniert auch den Schüleraustausch mit dem Würzburger Deutschhaus-Gymnasium, der seit den 90er Jahren eine feste Stütze der Beziehungen ist.

    Inzwischen ist es dunkel geworden. Eine halbe Stunde dauert die Fahrt mit dem Bus ins Dorf Neve Ilan, wo unser Hotel liegt. Wir fahren vorbei an der Siedlung Bet Schemesch, die schon am Alten Testament erwähnt wird und heute als Zentrum des ultraorthodoxen Judentums gilt. Bei Abu Gosh, der Überlieferung nach das biblische Emmaus,  verlassen wir die Autobahn. Das Dorf wird vorwiegend von arabischen Israelis bewohnt, darunter auch viele Christen. Auf wenigen Kilometern werden die Gegensätze deutlich, die dieses Land prägen.

    Der Reisegruppe ist es an diesem Abend nicht mehr nach ernsten Gesprächen zumute

    Inzwischen ist es halb neun, eine Stunde weiter als daheim. Herzlich werden wir von Beni Eliraz erwartet, stellvertretender Landrat und einer der Motoren der Partnerschaft. Gleich nach dem Essen, das man uns warm gehalten hat, kommt er zum Thema. Er möchte die Partnerschaft vertiefen, hofft, dass sich auch einzelne Gemeinden den Beziehungen anschließen und so einen regeren Austausch über die offiziellen Delegationen des Landkreises hinaus ermöglichen.

    Unserer Reisegruppe ist es an diesem Abend nicht mehr nach ernsten Gesprächen zumute. Dazu bleibt, trotz des dicht gepackten Programms, auch in den nächsten Tagen noch genügend Zeit. Nach der Begrüßung im Landratsamt steht der Besuch einer Tagespflegeeinrichtung und das Pflanzen eines Baumes in der "Wurzburg Avenue" auf dem Programm. Und das ist nur der Vormittag. Am Nachmittag werden wir unter anderem eine Brauerei besichtigen. Wie gut, dass Weinbau-Präsident Artur Steinmann, der uns gemeinsam mit der Fränkischen Weinkönigin Carolin Meyer begleitet, nebenbei auch gelernter Braumeister ist.

    Redakteur Gerhard Meißner begleitet eine Delegation aus dem Landkreis Würzburg in den israelischen Partnerlandkreis Mateh Yehuda und berichtet davon täglich in seinem Reisetagebuch.

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