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    Ochsenfurt

    Jagsverband: Mähfahrzeuge gefährden Artenvielfalt

    Gemähte Randstreifen bieten Tieren keinen Lebensraum. Foto: Gerhard Klingler

    In diesen Wochen rücken wieder die Mäh- und Mulchfahrzeuge aus, um Straßenränder und andere Freiflächen in der Gemeinde „aufzuräumen“, auch wenn dort die Pflanzen jetzt in voller Blüte stehen. Für unzählige Arten – Wildbienen und andere Insekten, Schmetterlinge und Kleinlebewesen – bedeuten diese Maßnahmen den sicheren Tod, schreibt die Jäger-Kreisgruppe Ochsenfurt in einer Pressemitteilung.

    „Ohne blühende Unkräuter gibt es keine Nahrungsgrundlage für Tausende verschiedener Arten“, erklärt Gerhard Klingler, Vorsitzender der Kreisgruppe Ochsenfurt. Für viele Insekten wird die Mahd außerdem zur Todesfalle, denn sie werden mit geschreddert oder vom Sog getötet. Damit fehlt auch vielen Vögeln die Nahrung, die gerade jetzt zur Aufzucht der Jungvögel notwendig ist. „Wir wünschen uns“, so Klingler „dass die Gemeinden umdenken und den Artenschutz ernst nehmen, auch bevor das neue Gesetz zum Erhalt der Artenvielfalt beschlossen wird."

    Deshalb werben die Jäger im Landkreis um mehr Verständnis für „unordentliche“ Wegränder und Gemeindeflächen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Ungemähte oder verblühte Weg- und Grabenränder mögen auf den ersten Blick ungepflegt aussehen, aber sie sind wertvoller Lebensraum in unserer so stark zersiedelten und versiegelten Landschaft", so Klingler

    Bearbeitet von Carolin Schulte

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