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    Waldbüttelbrunn

    Jetzt ist die Jugend gefragt

    Waldbüttelbrunn will seine Kinder und Jugendlichen im Alter von zehn bis 21 Jahren in der Kommunalen-Arbeit vertreten wissen. Mit nur einer Gegenstimme beauftragte der Gemeinderat Jugendpfleger Michael Langenhorst einen Jugendbeirat zu etablieren. Der Beirat soll die Jugendlichen der Gemeinde repräsentieren. Ziel ist es, die Bedürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen in die Arbeit des Gemeinderates einzubringen und die Bürger und die Verwaltung für die Themen Kinder-, Jugend- und Familienfreundlichkeit zu sensibilisieren.

    Nach den Vorschlägen von Langenhorst, solle der Jugendbeirat sich Themenbezogen ohne feste Sitzungstermine treffen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stellte er die Möglichkeiten dem Gremium vor. Bei der Aufstellung des Jugendbeirates hat er auf den Erfahrungen anderer Gemeinden, die bereits einen Jugendbeirat etabliert haben, aufgebaut.

    In seinen Ausführungen wies der Gemeindejugendpfleger auch darauf hin, dass die Einrichtung eines Jugendbeirates auch Auswirkungen und eine Signalwirkung für die Arbeit in den Vereinen sein kann. Wie er anhand von Statistiken des Bayerischen Landesamtes verdeutlichte kippt in den nächsten Jahren das Altersverhältnis der Generationen. Es wird deutlich mehr Bürger in Waldbüttelbrunn geben, die 65 Jahre und älter sein werden als Bürger unter 18 Jahren. "Es fehlt nicht nur den Vereinen sondern auch der Kommunalpolitik der Nachwuchs", gab Langenhorst zu bedenken. Hier sollte die Gemeinde reagieren und agieren und das Interesse der Kinder und Jugendlichen an der Gestaltung ihres Dorfes wecken.

    Themen wie Infrastruktur, öffentlicher Raum, Einrichtungen und Angebote der Jugendarbeit, die in der öffentlicher Verantwortung kind- und jugendgemäße Freizeitanregungen, Bildungsmöglichkeiten und Teilhabechancen vermitteln, sollten zusammen mit Jugendlichen besprochen werden.

    Das Deutsche Kinderhilfswerk sowie der Bayerische Jugendring setzen sich vor allem auf dem Hintergrund des demographischen Wandels- für eine flächendeckende Einführung von Kinder- und Jugendbeteiligung ein: Zusammen soll die kinder-, jugend- und familienfreundliche Ortsentwicklung geplant werden.

    Gemeinderat Sebastian Hansen (Bündnis 90 / Die Grünen) befürwortete die Einführung eines Jugendbeirates wollte aber darüber hinaus, dass die Jugendbeauftragten des Gemeinderats, die Gemeinderäte Erich Nusser (unabhängiger Bürger) Sebastian Hansen (Bündnis 90 / Die Grünen) und Helene Böhm (SPD), bei Sitzungen des Jugendbeirates miteinbezogen werden und eine Scharnierfunktion zwischen Jugendbeirat und Gemeinderat übernehmen.

    Dieser Antrag wurde mit der Begründung abgelehnt, dass das Gremium die Eigenständigkeit des Jugendbeirates nicht einschränken möchte. Auf Wunsch werden sowohl die Jugendbeiräte als auch der Bürgermeister bei Sitzungen des Jugendbeirates teilnehmen. Es solle den Jugendlichen aber nicht per Satzung aufgedrängt werden.

    Gegen eine Stimme wurde die Verwaltung und Gemeindejugendpfleger Michael Langenhorst beauftragt die Voraussetzungen für einen Jugendbeirat zu schaffen. Durch eine Online-Umfrage sollen Kinde und Jugendliche angeschrieben und gebeten werden, über QR-Code oder Internet einen Onlinefragebogen auszufüllen. Dieser kann auch schriftlich ausgefüllt und in den Jugendzentren abgegeben werden. Sollten sich Kinder und Jugendliche finden, die an der Arbeit im Jugendbeirat Interesse haben, steht einer Schaffung eines Jugendbeirates nichts mehr im Wege.

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