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    ERLABRUNN

    Junge und ältere Grenzgänger am Dreimarker

    Der „Dreimarker” als Markierung der zusammentreffenden Gemarkungen von Erlabrunn, Margetshöchheim und Oberleinach war Zi... Foto: Herbert Ehehalt

    Wenn im Frühjahr die Natur sprießt, starten auch die Feldgeschworenen zur Erfüllung ihrer ehrenamtlichen Aufgaben. Seit Jahrhunderten gelten diese der Überwachung der Verläufe entlang der Gemarkungsgrenzen. Der übliche Grenzgang der Erlabrunner Feldgeschworenen war in diesem Jahr allerdings für die Teilnehmer eine Premiere.

    Die Begleitung durch Schüler der Grundschule Erlabrunn am Grenzgang der Gemeinde hat Tradition. Erstmalig in diesem Jahr waren allerdings mit den gemischten dritten und vierten Klassen auch Schüler aus dem benachbarten Margetshöchheim unter den Teilnehmern des Grenzgangs. Alleine 61 Kinder informierten sich beim Marsch durch die Natur über Besonderheiten der Region. Dazu gehört auch der Schwarzkiefernwald als Alleinstellungsmerkmal.

    Neben den als „Siebener“ bezeichneten Feldgeschworenen begleitete deshalb auch der zuständige Revierförster Wolfgang Fricker vom Amt für Landwirtschaft und Forsten den Tross beim Marsch durch die etwa 400 Hektar umfassende Gemarkung der Gemeinde Erlabrunn. Nur rund 67 Hektar dieser Fläche sind überwiegend mit Schwarzkiefern bewaldet. Dem Erhalt des Waldes und dessen Ausrichtung auf die klimatischen Veränderungen der nächsten einhundert Jahre kommt deshalb für die Verantwortlichen eine besondere Bedeutung zu.

    Trotz der schlechten Witterung versuchte Fricker die nachfolgende Generation unter den Teilnehmern für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu begeistern.

    Wegen der Beteiligung von Schülern aus Margetshöchheim folgte der diesjährige Gang vorrangig der Gemarkungsgrenze der Gemeinden Erlabrunn und Margetshöchheim. Eines der markantesten Ziele dabei war der so genannte „Dreimarker“. Dieser dreiseitige Grenzstein markiert das Zusammentreffen der Gemarkungen Erlabrunn, Margetshöchheim und Oberleinach am „Prangertsgraben“ in der Nähe des Dietwalder- und Steinhaugshofes.

    Angeführt von Siebener-Obmann Erwin Blaß führte von dort der Rückweg des Grenzgangs bei Dauerregen ausnahmsweise auf kürzestem Weg durch den Schwarzkiefernwald zurück zum Gemeindezentrum in Erlabrunn. Hier wartete auf die Teilnehmer eine von der Gemeinde Erlabrunn spendierte Stärkung.

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