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    Würzburg

    Keine Klimaanlagen für Busse und Bahnen

    Wer Straba fährt, muss vorerst weiter schwitzen. Foto: Regina Urbon

    Die Würzburger müssen auch weiterhin schwitzen, wenn sie Bus oder Bahn fahren. Laut einer aktuellen dpa-Umfrage  wollen die Verantwortlichen der WVV und WSB auch künftig auf Klimaanlagen in ihren Fahrzeugen verzichten. Cornelia Wagner von der WVV-Pressestelle begründet das auf Anfrage so: "Gerade in der Innenstadt sind die Abstände der Straßenbahnhaltestellen so gering, dass sich die Türen sehr häufig öffnen. Deswegen strömt zu viel heiße Luft in die Fahrzeuge, sowohl bei den Straßenbahnen  als auch bei den Bussen."

    Klimaanlagen in den Fahrzeugen seien deshalb unwirksam, so Wagner weiter. Hinzu komme noch die größere Umweltbelastung durch den höheren Energieverbrauch und mehr ausgestoßene Schadstoffe. Nur die Fahrerkabinen seien weitgehend klimatisiert.

    Wärmeschutzfolie könnte eine Option sein

    Bei der VAG in Nürnberg versucht man deshalb die Straßenbahnen künftig anders zu kühlen. Momentan werden bei zwei Fahrzeugen Wärmeschutzfolien getestet, die direkt auf die Fenster geklebt werden. Die Folien sollen die Hitze von draußen abhalten, so dass es innen deutlich kühler ist. Nach Angaben von Thomas Luber von der VAG-Werkstatt für Schienenfahrzeuge ist das Projekt ein Erfolg: Häufig hätten die Passagiere den Eindruck, dass eine Klimaanlage im Einsatz wäre.

    "Auch wir werden ab dem 20. August in einer oder zwei Straßenbahnen Wärmeschutzfolien an den Fenstern testen", sagt Cornelia Wagner. "Die fallen ja kaum auf, weil sie durchsichtig sind, da kann man weiterhin rausgucken, so dünn sind die." Sollte dies einen Erfolg bei der Kühlung der Fahrzeuge bringen, könnte das Bekleben der Fenster mit dieser Folie für die WVV auf jeden Fall eine Option sein, sagt die Pressesprecherin.

     

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