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    Estenfeld

    Keine Leserbriefe im Mitteilungsblatt

    Das Mitteilungsblatt der Gemeinde Estenfeld stand im Mittelpunkt einer Information von Bürgermeisterin Rosi Schraud in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Ein Bürger hatte versucht, im Mitteilungsblatt einen Leserbrief zu platzieren, was ihm Bürgermeisterin Rosi Schraud untersagt hatte.

    Einzig die Bürgermeisterin, teilte die kommissarische Geschäftsführerin Lisa Krein mit, würde über Veröffentlichungen im Mitteilungsblatt entscheiden. "Anders als eine Tageszeitung ist ein Mitteilungsblatt kein meinungsbildendes, sondern ein informatives Medium", so Krein, "es handelt sich um amtliche Bekanntmachungen und um Bekanntmachungen von Vereinen." Von dem unterscheidet sich bekanntlich ein Leserbrief allein schon vom Inhalt her. In einer der nächsten Sitzungen will Krein eine Richtlinie vorstellen, was inhaltlich im Gemeindeblatt stehen darf. Außerdem, so fügte die Bürgermeisterin hinzu, "finanzieren wir das Mitteilungsblatt aus Steuergeldern".

    SPD-Sprecher Günther Grimm ergänzte, dass sich die Parteien und Verbände ganz bewusst aus dem Blatt heraushalten. "Es ist unpolitisch, und die Bürger werden über die Beschlüsse des Rates informiert. Das soll auch so bleiben, die politischen Parteien und Verbände können sich anderweitig äußern, wir wollen kein politisches Geschmäckle ins Mitteilungsblatt reinbringen", so sein Argument.

    Eine weitere Information richtete die Bürgermeisterin an einige der Anwohner der Schule zum Thema Kindergarten/Kinderkrippe/Schule. Die Anwohner hatten sich in der letzten Zeit verstärkt an die Bürgermeisterin gewandt mit der Bitte um Informationen. "Wir haben keine Information, die wir an Sie weitergeben können", so die Bürgermeisterin, "denn wir haben ja noch nicht einmal einen Standort für den Neubau des Kindergartens festgelegt." "Wir sind immer noch bei der Meinunbgsbildung", ergänzte CSU-Sprecher Albin Wolz. "Sobald wir wissen, wo er gebaut wird, werden wir natürlich die Bürger informieren".  Das sei "kein leichtes Thema", pflichtete ihm Grimm bei, "wir reden schon sehr lange darüber". "Außerdem", ergänzte die Bürgermeisterin, "sind neben den beiden untersuchten Standorten an der Grundschule und im Baugebiet Am Westring auch noch andere Möglichkeiten in Betracht gezogen worden".

    Die "Interims-Kinderkrippe", für die die Gemeinde auf dem Gelände der Grundschule einen Container hat aufstellen lassen, soll am 28. September offiziell eröffnet werden, teilte Rosi Schraud mit. Der Bauhof arbeite zur Zeit an der Außenanlage, und auch innen werde alles hergerichtet werden.

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