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    Frickenhausen

    Keine Löcher in den renovierten Turm

    Nicht anfreunden konnte sich der Gemeinderat mit dem Antrag des Männergesangvereins zur Anbringung von Weihnachtsbeleuchtungen am Mühltorturm und am Ochsenfurter Torturm. Zwar war das Ratsgremium nicht grundsätzlich gegen mehr Lichterschmuck in der festlichen Zeit. Am konkreten Vorschlag wurde aber bemängelt, dass die Ausführung mit sehr hohem Aufwand verbunden sei und womöglich Schäden an den Tortürmen entstehen könnten.

    Nach Vorstellungen des Vereinsvorstands sollten die Torbögen mit Lichterketten eingerahmt werden, so ähnlich, wie es in Ochsenfurt seit einigen Jahren der Fall ist. Sogar ein Angebot einer Firma wurde schon eingeholt. Die Genehmigung des Staatlichen Bauamts liege vor, das zuständig ist, weil es sich bei der Ortsdurchfahrt um eine Staatsstraße handelt. Der Verein würde sogar Kosten für die Erstinstallation übernehmen.

    Bürgermeister Reiner Laudenbach fand die Idee zwar "nett", machte aber auf praktische Schwierigkeiten aufmerksam. Für die Anbringung der Lichter müssten viele Löcher gebohrt und Dübel gesetzt werden. Dadurch würden aber im Putz Angriffspunkte für den Frost geschaffen. Der Gemeindebauhof hätte sehr viel Arbeit damit. Während der Anbringung und beim Wiederabnehmen der Lichter müsste die Staatsstraße gesperrt werden, wofür eine umfangreiche Umleitungsbeschilderung nötig würde.

    Zweiter Bürgermeister Martin Reinhard möchte nicht, dass in den Mühltorturm, der in den vergangenen Jahren schön renoviert wurde, jetzt Löcher hinein gebohrt werden. Zudem müsse man die Relation sehen und sich fragen, ob man sich für drei bis vier Wochen einen so großen Aufwand mache.  Auch Reinhard meinte, dass der Bauhof genug andere Arbeit habe.

    Den Antrag in der vorliegenden Form lehnte der Gemeinderat dann einstimmig ab. Einige Ratsmitglieder brachten aber Alternativen ins Spiel. Beispielsweise könnte man doch die Kelter und den Brunnen an den Ortseingängen mit Weihnachtsbeleuchtung versehen. 

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