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    Hubland

    Kickers: Breitensport-Gelände am Hubland kann gebaut werden

    Die Würzburger Kickers brauchen mehr Platz für den Breitensport. Der Konversionsausschuss gab jetzt grünes Licht für Planungen am Hubland. Aber mit Auflagen.
    Das Archivbild zeigt das Sportgelände links im Bild. Foto: Obermeier

    Die Würzburger Kickers können ihr Sportgelände am Hubland planen. Nachdem die Vorstellungen der Planer für die Gestaltung des Breitensport-Geländes im ersten Durchgang durchgefallen waren, erteilte der Konversionsausschuss am Mittwoch bei fünf Gegenstimmen den neuen Planvorschlägen für den früheren Sportplatz der US-Armee am Hubland unter Auflagen seinen Segen.

    Kritik kam vor allem aus den Reihen der Grünen-Ausschussmitglieder, die den zu hohen Flächenverbrauch kritisierten. Fraktionsvorsitzende Barbara Lehrieder forderte ein Festhalten an den Vorgaben des Bebauungplans, der für ein Vereinsheim maximal 400 Quadratmeter Grundfläche bei bis zu 18 Metern Höhe vorsieht. Die Verwaltung sei, wenn man jetzt zustimme, später an diesen Vorbescheid gebunden, mahnte sie.

    Auch für die Parkplätze und das weitere Umfeld gibt es Auflagen

    Wie bereits berichtet, wollten die Planer der Kickers wissen, ob sie ein Sportheim mit einer Grundfläche von 780 Quadratmetern Fläche und 4,40 Metern Höhe planen können. Das wollte ihnen die Verwaltung mit einem Vorbescheid in Aussicht stellen, allerdings vorbehaltlich der Zustimmung des Konversionsausschusses.

    Die Bedingungen der Stadt für die Planer: Die Dachfläche des Gebäudes muss mit einer durchgängig mindesten zehn Zentimeter dicken Vegetationsschicht begrünt werden. Ebenso muss die Fassade an allen vier Seiten begrünt werden, eine spätere Aufstockung ist nur noch bis zu einer Höhe von zehn Metern genehmigungsfähig. Auch für die Parkplätze und das weitere Umfeld gibt es Auflagen, um die höhere Flächenversiegelung auszugleichen. 

    Weil im Gegensatz zu den ersten Planungen nun auch beide Spielfelder aus Naturrasen bestehen sollen, und nicht wie bei den ersten Plänen eines aus Kunstrasen, stimmte der Konversionsausschuss diesem Vorbescheid zu. 

    Sieboldshöhe als Heimat für das Nachwuchsleistungszentrum

    Die Kickers hatten ihre Wünsche damit begründet, dass zu den Trainingszeiten bis zu sechs Mannschaften gleichzeitig trainieren können sollen. Für die angestrebte gleichzeitige Nutzung sei es sinnvoll, dass alle Umkleiden - sechs Mannschaftskabinen, zwei Trainerkabinen und zwei Schiedsrichterkabinen - im Erdgeschoss untergebracht seien. Dies soll auch die von ÖDP-Fraktionsmitglied Christiane Kerner angemahnte Barrierefreiheit sicherstellen.

    Bei den Kickers trainieren laut Vorlage der Verwaltung im Breitensportbereich derzeit  13 Fußballmannschaften. Durch den enormen Zulauf von Jugendlichen sei die bisherige Sportinfrastruktur der Häufigkeit des Spiel- und Trainingsbetriebes nicht mehr gewachsen, heißt es. Das Trainingszentrum soll ausschließlich dem Breitensport sowie Schulen zur Verfügung stehen.

    Bauantrag soll im ersten Quartal kommenden Jahres bei der Stadt vorliegen

    Das bisherige Breitensport-Gelände auf dem Gelände des früheren Post SV Sieboldshöhe, der sich 2017 mit den Kickers zusammenschloss, ist als Heimat für das Nachwuchsleistungszentrum der Kickers vorgesehen.  Im Seit 1. Juli ist der Verein  offizielles Bundesliga-Nachwuchsleistungszentrum des Deutschen Fußballbundes.

    Der Bauantrag der Kickers für das Hublandgelände soll laut Pressesprecher Nico Eichelbrönner noch im ersten Quartal 2020 bei der Stadt Würzburg vorliegen. 

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