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    Kiliani - das größte Volksfest in Nordbayern steigt in Würzburg auf der Talavera

    Kiliani: Die bisher besten Momente
    Würzburg ist im Kiliani-Fieber und zeigt sich in feinstem Zwirn auf der Talavera. Foto: Andreas Kneitz
    • Das Kiliani ist eines der größten Volksfeste in Bayern und das größte Volksfest Nordbayerns. Es findet in Würzburg statt. In den vergangenen Jahren kamen bis zu einer Million Besucher auf den Festplatz auf die Talavera am Rande der Würzburger Innenstadt.
    • Das Kiliani wird im Rahmen des Gedenkens an den Schutzpatron der Franken, den Heiligen Kilian, begangen. Dessen Namenstag ist der 8. Juli. Rund um dieses Datum wird auch das zweiwöchige Volksfest Kiliani gefeiert. Acht Tage lang finden in der Stadt zudem Feierlichkeiten statt, unter anderem die Kiliani-Wallfahrt.
    • Vorgänger des Volksfestes war die Kiliani-Messe, die ursprünglich eine reine Verkaufsmesse war und ihren Ursprung wohl um 1030 hat. Noch heute gibt es parallel zum Volksfest auf dem Würzburger Marktplatz eine Kiliani-Verkaufsmesse.
    • In den letzten Jahren hat sich ein modischer Trend auf Kiliani immer mehr durchgesetzt: Tracht tragen. Immer mehr Besucher, vor allem junge, kommen in Dirndl oder Lederhosen auf den Festplatz. Rund 80 Schausteller warten dort mit Karussells und Fahrgeschäften, vom Klassiker Riesenrad bis hin zum neusten High-Tech-Fahrgeschäft. Außerdem gibt es ein großes Bierzelt in dem das extra für das Volksfest von der Würzburger Hofbräu gebraute Kilini Bier ausgeschenkt wird, und weitere kulinarische Anlaufstellen. Am ersten Samstag von Kiliani gibt es zudem den großen Festzug.

    Kiliani: größtes Volksfest im Norden von Bayern

    Das Kiliani in Würzburg ist das größte Volksfest in Unterfranken und eines der größten in ganz Bayern. Es findet jährlich rund um den 8. Juli statt und dauert insgesamt zwei Wochen. Das Kiliani, das auf dem Festgelände auf der Talavera im Stadtteil Zellerau stattfindet,  besuchen jährlich bis zu einer Millionen Menschen. Die werden vor allem durch die vielen Fahrgeschäfte und Karussells angezogen. Der Festplatz ist in der Zeit von Kiliani der Treffpunkt für Jung und Alt in Würzburg.

    Auf Kiliani gibt es dabei sowohl Traditionelles wie Riesenrad oder Kettenkarussell als auch High-Tech-Fahrgeschäfte wie in den vergangenen Jahren etwa den Freefall-Tower. Weiterer Anziehungspunkt ist das Festzelt, das Platz für bis zu 5000 Menschen bietet. Hier wird auch das Kiliani mit dem Bieranstich und ein lautes „Ozapft ist!“ durch den Oberbürgermeister offiziell eröffnet. Die ortsansässige Brauerei, die Würzburger Hofbräu braut eigens für das Fest ein bernsteinfarbiges und sehr süffiges Kiliani Festbier.

    Mit nur einem Schlag: Das Kiliani-Volksfest ist eröffnet
    Mit dem Bieranstich durch OB Christian Schuchardt wurde das Kiliani-Volksfest auf der Würzburger Talavera offiziell eröffnet. Foto: Thomas Obermeier

    Trachten sind der neue Trend

    In Sachen Mode hat sich in den letzten Jahren auf dem Kiliani vor allem ein Trend durchgesetzt: Die Tracht. Die meisten, vor allem auch die jungen Besucher kommen überwiegend in Dirndln beziehungsweise Lederhosen – und lassen es auf Kiliani ordentlich und zünftig krachen. Denn das große Volksfest der Unterfranken ist natürlich der Treffpunkt für alle, die in diesen zwei Wochen in Würzburg sehen und gesehen werden und einfach jede Menge Spaß haben wollen.

    Am ersten Samstag des Kiliani findet immer ein großer Trachtenumzug statt. Dieser beginnt am Weltkulturerbe Residenz und führt durch die Würzburger Innenstadt zum Festgelände auf die Talavera. In der Innenstadt findet während der zweiwöchigen Dauer des Volksfestes parallel zudem die Kiliani Verkaufsmesse auf dem Marktplatz statt. Angeboten werden dort vor allem Dinge des täglichen Bedarfs. Daneben gibt es aber auch Spezialprodukte wie Kräuter, Gewürze, Haushaltsartikel, Keramik, Bekleidung, Kunstgegenstände und Schmuck. Außerdem gibt es einige Gastronomie-Stände.

    Lebensfreude auf Kiliani: Junge Frauen im Dirndl auf dem Volksfestplatz. Foto: Silvia Gralla

    Mit dem ÖPNV problemlos zum Kiliani

    Das Kiliani Volksfest ist für die Besucher übrigens gut zu erreichen. Es liegt am Rande der Würzburger Innenstadt am Ufer des Mains. In unmittelbarer Nähe des Festgeländes liegt die Haltestelle „Talavera“ der Straßenbahn. Ebenso befindet sich der Parkplatz „am Viehmarkt“ direkt neben dem Kiliani Festplatz. Auch einige Buslinien halten in der Nähe des Kiliani.  Während des Volksfestes wird die Taktfrequenz der Straßenbahn übrigens erhöht. Die Öffnungszeiten sind an den einzelnen Wochentagen unterschiedlich. Montag bis Donnerstag hat das Kiliani von 14 bis 24 Uhr geöffnet. Freitag und Samstag von 14 bis 1 Uhr und am Sonntag von 13 bis 24 Uhr.

    Das Kiliani verabschiedet sich alljährlich mit einem großen Feuerwerk. Foto: Ulises Ruiz

    Wurzeln im Gedenken an den heiligen Kilian

    Der Ursprung des Kiliani ist eng mit dem Apostel der Franken, dem heiligen Kilian verbunden. Der war einst erster Bischof von Würzburg und wurde 689 ermordet. Im Jahr 788 wurden dann im Beisein von Karl dem Großen die Reliquien in den über der Fundstelle errichteten Dom überführt. Seit dem 8. Jahrhundert gilt der 8. Juli als Festtag der Frankenapostel.

    Einmal im Jahr kommen zahlreiche Gläubige noch heute zusammen. Im Rahmen der Kiliani Wallfahrtswoche, mit zahlreichen kirchlichen Feierlichkeiten samt einer Wallfahrt bis in die Rhön und zurück, kommen fast bis zu 20.000 Menschen, um an Kilian zu erinnern. Rund um die kirchlichen Feiern entstanden teils schon vor Jahrhunderten Veranstaltungen wie die Kiliani-Messe und der Kiliani-Markt. Und schließlich eben auch das Kilaini als Volksfest.

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