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    Waldbüttelbrunn

    Kindergarten braucht mehr Platz

    Eine Herzensangelegenheit ist es nicht nur für Bürgermeister Klaus Schmidt (SPD), dass Kinder in Waldbüttelbrunn gut betreut sind. Der Weg dahin mag sich für die vier Fraktionen im Gemeinderat unterschiedlich gestalten, das Ziel, da waren sich alle Räte in der jüngsten Sitzung einig, wird die Erweiterung des Betreuungsangebotes um eine weitere Kleinkind- und eine Kindergartengruppe sein.

    Ermittelt wurde dieser Bedarf mit Hilfe einer Bedarfserhebung, die von der Verwaltung für einen Zeitraum von zwei Jahren erhoben wird. Hier wurden die Ergebnisse aus einer Befragung der Eltern von Kindern im Alter von null bis sechs Jahren sowie der voraussichtliche Einschulungstermin, amtliche Bevölkerungsprognosen und die infrastrukturellen Planungen der Gemeinde von der Verwaltung berücksichtigt.

    Die Zahlen sprachen eine deutliche Sprache. Waldbüttelbrunn hat Bedarf an einer zusätzlichen Kleinkindergruppe ab September 2019 und einer zusätzlichen Kindergartengruppe ab März 2020. Unterstrichen wurde die Bedarfserhebung der Verwaltung noch durch einen Antrag einer Elterninitiative, die weiteren Bedarf von noch ungeborenen Kindern, die aus datenschutzrechtlichen Gründen bei der Bedarfserhebung durch die Verwaltung nicht abgefragt werden dürfen.

    Die Bedarfsanalyse wurde einstimmig von den Räten genehmigt. Problem erkannt, jetzt heißt es für das Gremium Lösungen finden. Nach Meinung vieler Mitglieder des Gemeinderates sei es wohl die schnellste und kostengünstigste Lösung, das im Jahr 2015 eröffnete Haus der Kinder, St. Martin am Sumpfler durch einen Anbau zu erweitern. Das von Architekt Georg Redelbach geplante Haus der Kinder beherbergt zurzeit zwei Kleinkindgruppen und eine Kindergartengruppe.

    "Vor vier Jahren genügten die Plätze der damaligen Bedarfserhebung", informierte Bürgermeister Klaus Schmidt (SPD) auf Nachfrage der Redaktion. Die Planung des gut drei Millionen Euro teuren Gebäude sei umsichtig konstruiert worden und lässt eine Erweiterung, um eine weitere Gruppe, zu. Schmidt könnte sich gut vorstellen, dass ein Anbau in Holzständerbauweise in relativ kurzer Zeit möglich sei.  Enttäuscht zeigte sich Winfried Körner (CSU), dass das Problem zwar von der Verwaltung erkannt aber nicht schneller reagiert wurde und wertvolle Zeit verloren ging.

    Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt bis zur Sitzung am 20. August zu prüfen, ob und in welchem Umfang und zeitlichen Rahmen eine Erweiterung möglich sei. Weit mehr Stoff für Diskussionen lieferte die von vielen Räten und der Elterninitiative als unbefriedigte Situation bezeichnete Tatsache, dass durch die zwei Kleinkindgruppen und bis Dato nur eine Kindergartengruppe im Haus des Kindes, St. Martin  gut die Hälfte der Kinder beim Wechsel in die Kindergartengruppe, das Haus St. Martin verlassen müssen.

    Eine Situation, so Schmidt, die allen Eltern bereits bei der Anmeldung ihres Kindes in die Kleinkindergruppe mitgeteilt wird. Zur Betreuung ihrer Kinder stehen den Bürgern von Waldbüttelbrunn zurzeit insgesamt 92 Kleinkinderplätze und 201 Kindergartenplätze verteilt auf vier Einrichtungen, zur Verfügung. Sebastian Hansen (Bündnis 90 / Die Grünen) sprach sich für eine offene und transparente Lösung für die Zukunft, möglichst im Dialog und in Zusammenarbeit mit den Eltern, aus.

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