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    Kirchheim

    Kirchheim: Barrierefreie Bahnstation und Radweg eingeweiht

    Von Kirchheim wurde gemeinsam zum neuen Bahnhaltepunkt Gaubüttelbrunn geradelt: (von links) Kirchheims Bürgermeister Björn Jungbauer, der bayerische Verkehrsminister, Hans Reichhart, Ministerialdirektor Uwe Lahl vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg und der Wittighäuser Bürgermeister Marcus Wessels. Foto: Christian Ammon

    Bayern und Baden rücken ein gutes Stück enger zusammen – und das umweltfreundlich. Mit der offiziellen Eröffnung das barrierefrei ausgebauten Bahnhaltepunkts Gaubüttelbrunn und länderübergreifenden Radwegs zwischen Oberwittighausen und Kirchheim sind zwei wichtige Baumaßnahmen beendet, die für eine nachhaltige Verkehrserschließung des ländlichen Raums stehen. Insgesamt wurden rund 5,7 Millionen Euro verbaut.

    "Wir sind dabei, die Frankenbahn Schritt für Schritt zu einer Vorzeige-Bahnlinie auszubauen", betonte Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart. Der neue Stundentakt bedeute eine "gewaltige Verbesserung des Fahrplans". Außerdem betonte er die Wichtigkeit des barrierefreien Ausbaus, um die Bahn "als klimafreundliche Alternative zum Auto" attraktiv zu gestalten. Auch der Lückenschluss zwischen dem Maintal- und Taubertal-Radweg zeige, wie "gut die Südschiene zwischen den beiden südlichen Ländern" funktioniere. Der Haltepunkt Gaubüttelbrunn wurde pünktlich zum Schulbeginn im September wieder in Betrieb genommen. Auch auf dem Radweg können Radler schon seit einigen Wochen in die Pedale treten.

    Ministerialdirektor: Ein großer Gewinn für Reisende

    Als Vertreter des Verkehrsministeriums von Baden-Württemberg stellte Ministerialdirektor Uwe Lahl die Bedeutung der beiden Baumaßnahmen heraus. Er sprach von einem "guten Tag für den Klimaschutz in Baden-Württemberg und Bayern". Der neu gestaltete Haltepunkt mit Pendlerparkplatz lade dazu ein, zwischen Zug, Auto und Radweg zu wechseln. Eine solche "Mobilitätsdrehscheibe" sei für Reisende in der ländlichen Gegend ein großer Gewinn.

    Am Haltepunkt Gaubüttelbrunn wurden beide Bahnsteige auf einer Länge von 140 Metern und mit einer Breite von 2,50 Metern, ebenso wie die Beleuchtung und die Unterstellhäuschen, neu gebaut. Die Bahnsteige sind über Rampen für Gehbehinderte, Kinderwägen und Radler barrierefrei zugänglich. Für die Baukosten von 3,5 Millionen Euro sind der Bund und die Bahn aufgekommen. Für die Bauarbeiten hat die Bahn die rund achtmonatige Sperrung der Bahnstrecke genutzt. Die Sperrung war nötig, um den Tunnel bei Wittighausen zu sanieren. Eine Besonderheit ist, dass der Bahnhaltepunkt Gaubüttelbrunn auf Wittighäuser Gemarkung liegt und sich damit bereits in Baden befindet. Er trägt jedoch weiterhin den Namen eines Ortsteils der bayerischen Gemeinde Kirchheim.

    Lückenschluss zwischen Maintal- und Taubertal-Radweg beendet

    Eine weitere wichtige Baumaßnahme war der Bau eines neuen Radwegs zwischen Kirchheim und Oberwittighausen. Damit ist der Lückenschluss zwischen dem Maintal- und Taubertal-Radweg bis auf eine letzte Etappe bei Würzburg beendet. Nun kann durchgehend sicher auf einem eigenen Radweg zwischen beiden Flüssen geradelt werden. Gekostet hat er 2,2 Millionen Euro, davon entfallen 1,2 Millionen auf die bayerische, und eine Million Euro auf die badische Seite. Kirchheim hat 200 000 Euro beigesteuert, im Badischen hat der Main-Tauber-Kreis 300 000 Euro übernommen. Hinzu kam ein Zuschuss des Landes von 70 000 Euro.

    Hoch erfreut über das Ende der Bauarbeiten war Wittighausens Bürgermeister Marcus Wessels. Er betonte, dass die Bahn für Wittighausen die schnellste Verbindung in die Zentren Würzburg und Stuttgart sei. Auch für den Nachbarort ist die Bahn von herausragender Bedeutung. Sein Kirchheimer Amtskollege Björn Jungbauer betonte zudem, dass eine noch bessere Vertaktung, gerade am Wochenende und in den Abendstunden nötig sei.

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