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    Kist

    Kister Kläranlage muss saniert werden

    Die Kister Kläranlage muss nach und nach modernisiert werden. In welchem Maße soll ein Gutachten ermitteln Foto: Matthi...

    Die Kläranlage der Gemeinde stammt aus dem Jahr 1993. Entsprechend betagt sind die beweglichen Teile und Maschinen. Teilweise wurden sie bereits ersetzt, teilweise sollen sie in naher Zukunft ausgetauscht werden.

    Seit der Übertragung der Betriebsführung der Kläranlage auf die Ahlbachgruppe zu Jahresbeginn sind schon einige Maßnahmen ergriffen worden, nun erreichte ein Schreiben des Wasserwirtschaftsamtes die Gemeinde, dass die wasserrechtliche Genehmigung zur Einleitung des gereinigten Wassers in den angrenzenden Bach zum Jahresende ausläuft.

    Dies war in der Vergangenheit schon häufiger der Fall, aber da wurde die Genehmigung einfach weiter geschrieben, berichtete Bürgermeister Volker Faulhaber (SPD) dem Gemeinderat. Nun haben neueste Berechnungen des Wasserwirtschaftsamtes erbracht, dass man fast an der Kapazitätsgrenze angelangt sei. Eigentlich ist die Kläranlage für 4000 Einwohner ausgelegt und hat daher noch genügend Puffer bei 2600 Einwohnern. Die Berechnungen nehmen aber noch weitere Faktoren auf, sodass die Genehmigung für 2019 auf der Kippe steht.

    Aus diesem Grund will die Gemeinde mit dem Ingenieurbüro Dahlem einen Honorarvertrag über eine grundsätzliche Analyse des Bestandes und der Ausbaumöglichkeiten abschließen. Die Firma ist auch für die Ahlbachgruppe tätig und man erhofft sich davon Synergieeffekte. Dabei werde auch geprüft, ob man mit einem Anschluss an die Kläranlage der Ahlbachgruppe nicht sogar besser dran ist, nannte Faulhaber ein Ziel der Untersuchung.

    Dies sei aber noch Zukunftsmusik. Es komme auf einen Kostenvergleich an, wenn die Kister Kläranlage wirklich in die Jahre gekommen ist und nicht mehr erweiterbar oder zu modernisieren ist. Dies rief im ersten Moment Kopfschütteln bei den Gemeinderäten hervor, ging man doch bisher davon aus, dass man mit mäßigen Investitionen in den kommenden Jahren gut gerüstet ist.

    Jochen König (CSU) und Peter Hornung (FWK) fanden die 39 000 Euro Honorar für die Erstellung des Gutachtens als sehr hoch, Fachmann Martin Ertl (SPD) erläuterte jedoch, dass es sich seiner Ansicht nach um eine eher geringe Summe handelt. "Da kenne ich ganz andere Zahlen von anderen vergleichbaren Gemeinden".

    Bürgermeister Faulhaber wies darauf hin, dass das Ingenieurbüro die notwendigen Unterlagen in sechs bis acht Wochen erstellen will, damit man schnell notwendige Investitionen angehen könne und damit dem Wasserwirtschaftsamt signalisiert, dass man tätig werde. Letztlich stimmte der Gemeinderat bei drei Gegenstimmen für die Vergabe.

    Wesentlich einfacher waren die Vergaben zur Planung der neuen Spielgeräte und Gestaltung des Spielplatzes "Winterleiten". Dort wurde das Kitzinger Büro arc.grün beauftragt für knapp 32 000 Euro entsprechende Neugestaltung zu erstellen.

    Ebenfalls wurde die Firma Corwese beauftragt eine Beratung des Förderprojektes "Glasfaser und WLAN für die Schule" zu einem Angebotspreis von rund 2 100 Euro zu erbringen. Dies werde man auch beauftragen, wenn sich der Schulverbund, den man gemeinsam mit Altertheim pflegt, dagegen aussprechen sollte. Beide Beschlüsse wurden einstimmig gefällt.

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