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    Veitshöchheim

    Klimaschutz fängt in der Kita an

    Anlässlich der Auszeichnung des Bilhildiskindergartens wurden die 20 Mitarbeiter von Ulrike Schäfer (Zweite von links) geschult. Sie überreichte die Auszeichnungstafel an die KiGa-Leiterin Angelika Vey-Rossellit (Fünfte von links). Foto: Dieter Gürz

    "Bildung zu Klimaschutz fängt in der Kita", heißt die Devise des Bilhildiskindergartens, der nun offiziell die Konsultationseinrichtung im bundesweiten Klima-Kita-Netzwerk in Bayern und Baden-Württemberg ist, das zum Ziel hat, das wichtige Thema des Klimaschutzes  verstärkt in den pädagogischen Alltag einzubringen.

    Ulrike Schaefer, Geschäftsführerin des für Süddeutschland zuständigen Fördervereins Umweltstation Lias-Grube e.V. in Eggolsheim in der Nähe von Forchheim war in den Kindergarten gekommen, um die Ernennungstafel an die KiGa-Leiterin Angelika  Vey-Rossellit zu überreichen und die 20 Mitarbeiter im Rahmen einer Fortbildung für diese besondere Aufgabe zu schulen.

    Wie Schaefer sagt, werden mit dem vom Bundesumweltministerium geförderten Projekt "Klima-Kita-Netzwerk" bundesweit 150 Kindertagesstätten dabei unterstützt, innerhalb von drei Jahren Klima- und Ressourcenschutz in ihren Arbeitsalltag zu integrieren und Nachhaltigkeitsperspektiven zu Fragen wie "Wie sparen wir Energie?" oder "Woher beziehen wir unsere Lebensmittel?" für die tägliche Praxis zu entwickeln.

    Kita nachhaltig gebaut

    Durch die Teilnahme am Projekt "Klima-Kita-Netzwerk" soll Klimaschutz spannend und spielerisch schon in der Kita vermittelt werden. Gemeinsam mit den Kindern sollen die Fachkräfte klimarelevante Themen wie Energie oder Wasser erforschen und eigene Ideen für Klimaschutz im Kita-Alltag entwickeln.

    Klima-Kita-Netzwerk-Fortbildung im Bilhildiskindergarten: Zur Pflege der Gesichtshaut eignet sich statt chemischer Substanzen eine Gurken-Maske mit Joghurt. Foto: Dieter Gürz

    Das Projekt Klima-Kita-Netzwerk, so die Umweltpädagogin und Diplombiologin Schaefer, richtet sich insbesondere an pädagogische Fachkräfte in Kitas, an Kita-Kinder und ihre Familien. Und hier komme nun dem Bilhildiskindergarten in Veitshöchheim die besondere Aufgabe zu, Konsultationseinrichtung für die Mitarbeiter der 51 Kitas zu sein, die sich in Süddeutschland an dem Projekt beteiligen.

    Diese Auserwählung komme nicht von ungefähr.  Denn der nachhaltige Umgang mit unseren Ressourcen bilde schon seit einigen Jahren einen Schwerpunkt der Erziehungsarbeit des katholischen Kindergartens im Veitshöchheimer Altort. Für Angelika Vey-Rossellit, die seit 32 Jahren die Kita  mit ihren 106 Kindern leitet, ist dieser Bildungsauftrag auch die logische Konsequenz dessen, dass beim  2013 eingeweihten Kindergartenneubau bei den Materialien bewusst darauf geachtet wurde, was nachhaltig, ökologisch und lebenswert ist, damit Kinder hier gut wachsen und gedeihen können.  So erfolgt etwa die Beheizung des Gebäudes durch eine Wärmepumpe mit Geothermie.

    Klima-Kita-Netzwerk-Fortbildung im Bilhildiskindergarten: Auf Verpackungsmaterial kann man bei Butter verzichten, wenn man diese durch das Schütteln von Sahne selbst herstellt. Foto: Dieter Gürz

    Wasserkita seit 2015

    Beim Sommerfest im Juli 2015 wurde die Einrichtung von der Regierung von Unterfranken zur "Wasserkita" ausgezeichnet. Seit Anfang April 2019 darf sich Bilhildis als fünfte Kita in Bayern mit dem Zertifikat "Eine Welt-Kita – fair und global" schmücken, der zum Ausdruck bringt dass in dem Kindergarten der Grundstein für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen unserer Welt gelegt und gelernt wird Interkulturalität wertzuschätzen und sich für Fairness und Gerechtigkeit einzusetzen.

    Als Konsultationskita, kurz Ko-Kita habe nun der Bilhildiskindergarten in der Projektregion Süd die Aufgabe, so Schaefer, frische Ideen zur Einbindung von Klima- und Ressourcenschutz in die Kita-Praxis zu liefern,  Ansprechpartner für andere Einrichtungen zu sein und sich für den Austausch von Best-Practice-Beispielen zu öffnen.

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