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    ERLABRUNN

    Knifflige Verkehrsüberwachung im verkehrsberuhigten Bereich

    Vermeiden sollten künftig die Verkehrsteilnehmer in Erlabrunn, insbesondere im verkehrsberuhigten Bereich im Ortskern, schneller als 23 Stundenkilometer zu fahren. Andernfalls würden sie unliebsame Post bekommen von der zentralen Bußgeldstelle des Marktes Zell. Dort werden die Vergehen bearbeitet und wenn nötig auch nach dem üblichen Bußgeldkatalog verfolgt. Und auch die anderen verkehrsrechtlichen Anordnungen im Ortsbereich sollten ab dem 1. Juli konsequent eingehalten werden.

    Einen Grundsatzbeschluss zur Beauftragung einer innerörtlichen Verkehrsüberwachung hatte Erlabrunns Gemeinderat längst schon gefasst. In weiterer Konsequenz legte das Gremium in der jüngsten Sitzung nun den zeitlichen Umfang fest. Gleichzeitig bekräftigte der Gemeinderat nochmals den bereits gefassten Beschluss. Mehrheitlich votierte das Gremium für die Überwachung des fließenden Verkehrs an neun Stunden monatlich. Der ruhende Verkehr soll nach dem Ratsbeschluss im Mindestumfang von zehn Stunden monatlich überwacht werden. Alle Beschlüsse wurden mehrheitlich gefasst bei 8 zu 1 Stimmen. Die Überwachung startet am 1. Juli.

    Hinsichtlich der Richtlinien im verkehrsberuhigten Bereich ging der Gemeinderat jedoch einen deutlichen Kompromiss ein im Interesse der motorisierten Verkehrsteilnehmer. Nach der gesetzlichen Vorgabe gilt in derartigen Abschnitten lediglich Schrittgeschwindigkeit. In Absprache mit dem zur Verkehrsüberwachung beauftragten Unternehmen werden aber Geschwindigkeitsvergehen über 23 Stundenkilometer geahndet. Der verkehrsberuhigte Bereich in Erlabrunns Ortskern reicht vom Anwesen der Würzburger Straße 1, vorbei am Rathaus, bis zur Einmündung Obere Kirchgasse. Dort gilt auch ein absolutes Parkverbot. Die ausschließlich von Anwohnern genutzte Untere Kirchgasse soll nach dem Beschluss des Gemeinderates aus dem räumlich begrenzten verkehrsberuhigten Bereich herausgenommen werden.

    Christin Klüpfel (Unabhängigen Bürger, UB) hielt es für angebracht, die Bevölkerung explizit zum Beginn der Verkehrsüberwachung und möglicher Brennpunkte zu informieren. Nach mehrheitlicher Auffassung innerhalb des Gremiums sei es jedoch nicht möglich auf alle Besonderheiten hinzuweisen. „Jeder der einen Führerschein besitzt, sollte auch die Straßenverkehrsordnung kennen und beachten“, entgegnete Wolfgang Kuhl (FDP).

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