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    Würzburg

    Kommentar: Der Weg des geringsten Widerstandes

    Schon 2019 klafft eine Lücke von 32 Millionen Euro im Sozialhaushalt des Bezirks. Foto: Jens Wolf, dpa

    Für die Bezirke ist es der einfachste Weg, ihre rasant steigenden Sozialausgaben auf Land oder Bund abzuwälzen. Auch die Forchheimer Klage weist in diese Richtung. Groß ist die Versuchung, Geld auszugeben, das man selber nicht erwirtschaften musste. Es besteht jedoch die Gefahr, dass sich ein Wasserkopf bildet, der sich von der Wirklichkeit abkoppelt.

    Das jetzige Modell hat den Vorteil, dass die Bezirke gezwungen sind, das Gespräch mit den Kommunen und Landkreisen zu suchen. Die Kommunen wissen genau, was es bedeutet, wenn plötzlich ein großer Gewerbesteuerzahler ausfällt, eine unerwartete Rückzahlung der Gewerbesteuer ansteht oder eine überalterte Bevölkerungsstruktur dazu führt, dass die Einnahmen aus der Einkommensteuer nicht mehr so munter "sprudeln" wie gewohnt. Sich das Geld über den kommunalen Finanzausgleich beim Steuerzahler zu holen, ist nichts anderes als der Weg des geringsten Widerstandes.

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