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    Estenfeld

    Kosten für Turnhalle und Malteser steigen nur gering

    Die Kosten für die Sanierung der Turnhalle der Grund- und Mittelschule (oben) und das neue Domizil des Malteser Hilfsdienstes Estenfeld steigen nur gering. Foto: Guido Chuleck

    "Kostensteigerung bei der Sanierung der Turnhalle sowie beim Umbau der Malteser" – dieser Tagesordnungspunkt bei der Gemeinderatssitzung in Estenfeld am Dienstagabend verhieß nichts Gutes für die Weihnachtssitzung. Doch das Gegenteil war der Fall. Obwohl seit der ursprünglichen Kostenplanung vom Februar 2019 die Baukosten teils steil in die Höhe gegangen waren, hielt sich diese Steigerung in Estenfeld in Grenzen.

    Gut 3,5 Prozent mehr muss die Gemeinde investieren, berichteten die Architekten Bernhard und Stefan Schubert vom Architekturbüro "s-hoch 2" aus Estenfeld im Gemeinderat. In Zahlen ausgedrückt kostet die Sanierung der Turnhalle nun 2,2 Millionen Euro (Stand Januar 2018: 2,15 Millionen Euro), der Umbau der Malteser 675 000 Euro (650 000 Euro). Während die Gemeinde für die Schulturnhalle einen Zuschuss von 49 Prozent der förderfähigen Kosten erhält, muss sie den Umbau der Malteser selbst stemmen.

    Manche Gewerke werden teurer, andere billiger

    Manche Gewerke, so Bernhard Schubert, seien etwas teurer geworden, andere dafür günstiger. Teurer könnte es im Bereich der Bühne werden, denn der Boden war nicht nur feucht, sondern mit verschimmelten Spanplatten durchzogen, und nach unten wies der Boden mehrere Löcher auf. "Damals ist wohl sehr schnell gebaut worden", mutmaßte Schubert. Andere hingegen werden durch Einsparungen günstiger, etwa die Fenster mitsamt Sonnenschutz. "Sie müssen mehrfach verglast sein und ballwurfsicher sein."

    Die beauftragte Firma hatte einen Sonnenschutz zwischen den Scheiben vorgesehen, weil ein "innerer Schutz" durch Bälle beschädigt werden könnte und ein äußerer Schutz nicht so gut zu reinigen sei. Letztlich wird nun ein Lamellen-Sonnenschutz von außen angebracht, was das Ganze günstiger macht.

    Sonnenschutz: nur eine Firma gab Angebot ab

    Wobei bei diesem Gewerk ein Problem besonders massiv auftrat, nämlich die mehr und mehr erfolglose Suche nach einer Firma, die den Auftrag auch ausführen will. Zwölf Firmen waren vom Architekturbüro angeschrieben worden, keine hatte geantwortet, und erst im zweiten Anlauf kam ein einziges Angebot herein. "Mittlerweile müssen wir die Firmen schon regelrecht um Angebote bitten", so Bernhard Schubert. Und Stefan Schubert ergänzte, dass gerade bei Aufträgen der öffentlichen Hand viele Firmen genau deshalb nicht mitbieten würden. "Im privaten Sektor bekomme ich reichlich Firmen, für kommunale Bauten sehr viel weniger."

    Gleichwohl könne die Zeitschiene für die Turnhalle eingehalten werden, so Bernhard Schubert. "Wenn das neue Schuljahr beginnt, wird die Turnhalle fertig sein", sagte er. Ähnliches gelte auch für das neue Domizil des Malteser Hilfsdienstes direkt unterhalb der Schulturnhalle. Dank einiger Eigenleistung, an der die Malteser noch fleißig planen, würde die Kostensteigerung ähnlich wie bei der Schulturnhalle als "eher gering" bezeichnet werden.

    Fassade soll aufgepeppt werden

    Was die Fassade des Gebäudes angeht, steht auf dem Notizzettel der Architekten "Klärungsbedarf". Die Mehrkosten für das Aufpeppen der Fassade liegen bei etwa 15 000 Euro, wobei noch nicht ganz geklärt ist, welche Eigenleistung die Malteser in diesem Fall leisten können.

    In Punkto Außenanlagen wollen die Architekten die Treppen seitlich der Turnhallen in Richtung Schulhof so herrichten, dass sie gefahrlos genutzt werden können. Solange es noch kein Konzept über das neue Schulgebäude gebe, "können wir nicht wissen, ob die Treppen noch gebraucht werden oder nicht, abreißen können wir sie später immer noch", so Bernhard Schubert.

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