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    Würzburg

    Kramp-Karrenbauer spricht in Würzburg mit demonstrierenden Landwirten

    Rund 150 Landwirte des Bündnisses "Land schaft Verbindung" versammelten sich am Freitag vor dem Congress Centrum Würzburg. Schließlich hatten sie Gelegenheit, CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer ihr Anliegen vorzutragen. Foto: Patty Varasano

    Zu einer spontanen Demo hatte das Bündnis "Land schafft Verbindung" am Freitagnachmittag Landwirte aus der Region aufgerufen. Rund 150 Personen versammelten sich vor dem Würzburger Congress Centrum, in dem zeitgleich die Jahresversammlung der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU und CSU stattfand – mit namhaften Gästen wie der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer oder CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak.

    "Wir möchten die Aufmerksamkeit der Politiker und fordern Respekt für unsere Leistung", sagte Landwirt Alfred Greubel im Rahmen der Kundgebung. Die Aufmerksamkeit bekamen die Bauern dann auch: Fünf Vertreter der Landwirte bekamen rund 25 Minuten Zeit, um ihr Anliegen Annegret Kramp-Karrenbauer vorzutragen.

    Landwirte wollen mir Kramp-Karrenbauer zusammenarbeiten

    Kramp-Karrenbauer habe sich sehr verständnisvoll gezeigt und betont, dass sie sich als Ministerpräsidentin im Saarland auch viel mit Landwirtschaft beschäftigt habe, so Claus Hochrein, Vertreter von "Land schafft Verbindung" im Gespräch mit dieser Redaktion. "Wir haben deutlich gemacht, dass wir konstruktiv zusammenarbeiten wollen und werden unseren Forderungskatalog an Kramp-Karrenbauer weiterleiten." Für die Bewegung sei es ein großer Erfolg, die Politikerin an diesem Freitag erreicht zu haben – auch wenn Kramp-Karrenbauer natürlich keine konkreten Zugeständnisse gemacht habe.

    Die Landwirte Daniel Lambrecht, Alfred Greubel und Claus Hochrein (von links) forderten auf der Kundgebung von "Land schafft Verbindung" unter anderem mehr Anerkennung für ihre Arbeit. Foto: Patty Varasano

    Alfred Greubel machte in seiner Rede vor den Demonstranten deutlich, wo die Probleme der Landwirte liegen: Durch den globalen Wettbewerb seien sie zu "billigen Rohstofflieferanten degradiert worden", sagte Greubel in seiner Rede.

    "Land schafft Verbindung" will auf Weihnachtsmärkten informieren

    Zu einer Kundgebung war es vor gut zwei Wochen gar nicht gekommen, als das Bündnis "Land schafft Verbindung" erstmals zu einer Demo aufgerufen hatte. Rund 1000 Bauern waren mit ihren Traktoren in den Innenstadt gekommen und hatten den Verkehr lahm gelegt. Die Demonstration musste daher abgebrochen werden.

    Am Freitag waren die Landwirte nur mit zwei Traktoren gekommen, und die wurden von der Polizei von der Stadtgrenze bis zum Veranstaltungsort begleitet. Am Sonntag treffen sich Vertreter der Bewegung aus ganz Deutschland in Hannover, Claus Hochrein wird als einer von fünf Vertretern aus Bayern dabei sein. In der Region will das Bündnis weiter aktiv sein und zum Beispiel die Weihnachtsmärkte besuchen, um dort mit Besuchern ins Gespräch zu kommen.

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