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    WALDBRUNN

    Kritische Fragen zu den Kosten einer Veranstaltungshalle

    Weniger die Entwürfe selbst, als die mit dem Neubau einer Veranstaltungshalle verbundenen Gesamtkosten von 8,25 Millionen Euro boten allgemeinen Diskussionsstoff bei der jährlichen Bürgerversammlung im Haselberghaus.

    Verwunderlich war dies freilich nicht, nach der wenige Tage zuvor erfolgten Präsentation zweier Grundriss-Varianten. Und wenngleich Bürgermeister Hans Fiederling (UBG) mindestens zwei weitere Bürgerversammlungen bis Mai ankündigte, hielt sich die Begeisterung zu der damit möglichen Beteiligung der Bevölkerung doch in Grenzen.

    „Was glaubt ihr denn, wie oft sich die Bürger noch mobilisieren lassen?“, fragte Stefan von Sohl. Hintergrund der Frage ist ein weiteres Treffen als Abschlussveranstaltung zum angestrebten Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) am 24. April.

    Zwei Dutzend Wortmeldungen

    Beinahe zwei Dutzend Besucher äußerten sich bei der Bürgerversammlung im voll besetzten Haselberghaus im Anschluss an den Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters in Wortmeldungen. Wie im Kreuzverhör muss sich Fiederling vorgekommen sein bei den meist kritischen Fragestellungen und Anmerkungen zum Thema Veranstaltungshalle.

    Und wie die überwiegenden Wortbeiträge aus der Bevölkerung bestätigten, galten die Bedenken insbesondere den voraussichtlichen Baukosten. Vereinzelte Kritik durch Maximilian Wilhelm oder Stefan von Sohl wurde auch geäußert hinsichtlich der in den Entwürfen berücksichtigten Wünsche nur einzelner Ortsvereine. Wie bereits vor etwa drei Jahren vom Gemeinderat jedoch abgelehnt, favorisieren Wilhelm und von Sohl einen multifunktionalen Neubau, bei dem auch die Möglichkeit einer sportlichen Nutzung besteht.

    Weil auch die Ratsmitglieder überrascht wurden von der Kostenschätzung zu den momentanen Entwürfen kündigte Fiederling zunächst ein weiteres Treffen mit den Ortsvereinen an. „Dabei soll das angepeilte Raum- und Nutzungskonzept nochmals grundsätzlich auf den Prüfstand“, versicherte Fiederling. Das Ergebnis soll in einer weiteren Bürgerversammlung, voraussichtlich im Mai, erneut öffentlich vorgestellt und diskutiert werden, kündigte Fiederling an.

    Übertriebene Rodungen im Bereich des künftigen neuen Kindergartens monierten Erich Pabst und ebenfalls Stefan von Sohl. Hintergrund dieser Wortmeldungen ist der bevorstehende Baubeginn zum Neubau eines neuen Kindergartens. Hierzu war die betreffende Fläche in großem Umfang gerodet worden, wie auch Bürgermeister Hans Fiederling einräumte.

    Schwierige Verkehrsverhältnisse

    Jedoch soll, laut Fiederling, den Bauarbeiten eine Wiederbegrünung folgen. Bedenken zu den ohnehin schon problematischen Verkehrsverhältnissen in der Pfarrer-Kempf-Straße äußerte Manuela Kuhn in Folge des Kindergartenneubaus. Zur Vergabe der Bauplätze nach Erschließung des Zweiten Bauabschnitts des Neubaugebiets „Wiesengrund II“ wünschte sich Karl-Heinz Schubert eine bevorzugte Berücksichtigung von Orstansässigen oder deren Familienmitglieder.

    Und überhaupt: mit dem zweiten Bauabschnitt im „Wiesengrund II“, Kindergartenneubau und Veranstaltungshalle verzettele sich die Gemeinde nach Auffassung eines Bürgers gerade in zu vielen zeitgleichen Projekten.

    Entsprechend der geltenden rechtlichen Grundlagen sind nach der bayerischen Gemeindeordnung alle Empfehlungen und Anträge aus der Bürgerversammlung innerhalb von drei Monaten vom Gemeinderat zu behandeln.

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