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    Kürnach

    Kürnach: Polizei sucht auch am Freitag weiter nach Mann mit Waffe

    Die Suche nach einem bewaffneten Mann in Kürnach blieb in der Nacht erfolglos. Nun hofft die Polizei auf neue Hinweise. Und ein Zeuge mit Hund wird dringend gesucht.
    In Kürnach ist am Donnerstag ein Mann mit einer Waffe gesichtet worden. Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Foto: Berthold Diem

    Nach dem Großeinsatz am Donnerstag soll die Suche nach einem bewaffneten Mann in Kürnach (Lkr. Würzburg) auch am Freitag weitergehen. "Wir suchen den Täter nach wie vor", heißt es am Morgen vom Polizeipräsidium Unterfranken. Noch immer sei unklar, ob es sich um eine Spielzeug- oder Schreckschusspistole oder eine scharfe Waffe gehandelt habe. "Die Ermittlungen laufen."

    Gegen 14 Uhr hatten Zeugen am Donnerstagnachmittag eine verdächtige Person mit einer Schusswaffe durch den kleinen Ort bei Würzburg laufen sehen. Einer der Zeugen habe auch angegeben, von dem Mann bedroht worden zu sein, so die Polizei. Ein Schuss sei jedoch nicht gefallen. 

    Polizeikräfte waren die ganze Nacht in Kürnach präsent

    Mehr als 20 Einsatzkräfte der Polizei waren in der rund 4500 Einwohner zählenden Gemeinde im Einsatz. Auch das Bayerische Rote Kreuz und die Feuerwehr waren alarmiert worden. Während die Beamten in dem Ort nach der gesichteten Person suchten, kreiste über Kürnach ein Polizeihubschrauber.

    Drei verdächtige Personen wurden von den Beamten kontrolliert, jedoch ohne Ergebnis, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Gegen 17.30 Uhr wurde der Einsatz zurückgefahren, Polizeikräfte blieben aber die ganze Nacht in Kürnach präsent. Am Freitag soll die Suche weitergehen, "allerdings nicht in dem Ausmaß", so die Polizei.

    Der Altort in Kürnach wurde am Donnerstagnachmittag abgeriegelt.  Foto: Berthold Diem

    Während des massiven Polizeieinsatzes am Donnerstagnachmittag war in der Gemeinde nordöstlich von Würzburg von Angst oder Panik nichts zu spüren gewesen. Passanten erledigten in Ruhe ihre Einkäufe und wunderten sich lediglich, warum so viele Polizeibeamte in der Brückentorstraße waren. Dort hatten sich die Einsatzkräfte versammelt."Nein, wir haben keine Angst", antwortete ein Pärchen in der Nähe.

    Anweisungen an Schulen und Kindergärten

    Kürnachs Bürgermeister Thomas Eberth war von den Beamten über den Grund des Einsatzes informiert worden. Nach einem "ersten Schrecksekunde" wurde er sofort aktiv: Die Gemeinde informierte umgehend alle Schulen, Kindergärten und Senioreneinrichtungen und ordnete an, niemanden alleine nach Hause zu schicken oder ins Gebäude zu lassen.

    Auch das Rathaus und die Kirche seien von der Polizei gesperrt und durchsucht worden, so Eberth. Nachdem keine verdächtige Person gefunden worden sei, wurden die Gebäude zunächst gesichert und am Abend wieder freigegeben.

    Der Bürgermeister selbst sei im vom Rathaus benachbarten Kindergarten vor Ort gewesen und habe über die Situation informiert. Auch dort konnten am späten Nachmittag alle Kinder, Erzieher und Betreuer die Gebäude verlassen und seien sicher nach Hause gekommen. Auswärtige Kinder seien von ihren Eltern abgeholt worden. "Alles ist wieder gut", sagte Eberth, der jedoch weiter dazu aufruft, sensibel die Umgebung wahrzunehmen, da die gesuchte Person noch nicht gefunden worden sei. Die Zeugen bezeichnete er als "seriöse Quellen".

    Die Polizei hofft nun auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung. Insbesondere sucht sie dringend nach einem Zeugen, der mit seinem Hund am Donnerstagnachmittag gegen 14 Uhr im Ort spazieren gegangen ist. Der Mann werde "dringend gebeten, sich unter 0931 457-1630 zu melden". Auch andere Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Würzburg-Land unter dieser Nummer auf.

    Auch am Freitag wird die Polizei in Kürnach weiter präsent sein. Sie beschreibt den Verdächtigen wie folgt:

    • 20 bis 25 Jahre alt
    • Trug grüne Jacke und Mütze
    • Führte Rucksack mit sich

    Wer auf die Person aufmerksam wird, wird dringend gebeten, unverzüglich den Notruf 110 zu wählen. Die Polizei bittet die Bürger, nicht selbst tätig zu werden, da der Mann bewaffnet sein könnte. 

    Mitarbeit: ach

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