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    Würzburg

    Kultur im Fokus

    Zwischen Januar und April finden in der Cafeteria des Röntgen-Gymnasiums Vorträge zu verschiedensten Themen statt. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

    Die Kreuze würden von den Wänden fallen, wenn sie könnten. . . Anmerkungen zur Konstruktion einer „christlichen Leitkultur“ ist das Thema eines Vortrags, den Burkard Hose, Hochschulpfarrer, Leiter der KHG Würzburg und Diplom-Theologe am Donnerstag, 31. Januar, um 19 Uhr hält. 

    Das Christentum hat die kulturelle Entwicklung in Europa über viele Jahrhunderte wesentlich mitgeprägt. Ist damit die christliche Tradition automatisch Teil einer verbindlichen „Leitkultur“, der sich auch Menschen anzupassen haben, die mit anderen religiösen und kulturellen Prägungen nach Deutschland kommen?

    Hitzige Diskussionen entzünden sich an der Frage, ob es so etwas gibt wie eine „deutsche Leitkultur“ oder ein „christliches Abendland“. Bisweilen gewinnt man den Eindruck, das Christliche rückt immer mehr in den Fokus politischer Diskussionen – und dies nicht erst seit dem umstrittenen Kreuzerlass des bayerischen Ministerpräsidenten im Frühjahr 2018.

    Die Gefahr dabei: Das Christliche wird zunehmend für politische Zwecke instrumentalisiert. Der Vortrag will dazu beitragen, aus christlicher Perspektive auf die öffentliche Debatte zu blicken. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, welchen positiven Beitrag das Christentum tatsächlich zur Gestaltung eines friedlichen Zusammenlebens leisten kann. 

    Was sind die kulturellen Grundlagen Europas und welche Bedeutung haben sie für den Auftrag der Universität heute? Kai Brodersen, Professor für Antike Kultur an der Universität Erfurt, wird anhand aktueller Tatsachen und Meinungen versuchen, diesen Fragen nachzugehen und dabei besonders auf die Rolle der Antike eingehen. Er freut sich auf eine lebhafte Diskussion. Termin ist Dienstag, 19. Februar, 19 Uhr.

    Islamische Kultur als Teil europäischer Identität. Seit dem Jahr 711 leben Muslime auf dem europäischen Kontinent. Wie stark haben sie europäische Kultur mitgeprägt, insbesondere in den Wissenschaften, der Philosophie und der Kunst? In der islamischen Welt wird dieser Einfluss gern überbetont, in der christlichen Welt gern heruntergespielt. Welchen Antworten gibt die Wissenschaft? Diese Fragen beantwortet am Mittwoch, 13. März, 19 Uhr, Prof. Eberhard Rothfuß von der Universität Bayreuth.

    Jüdisches Leben in Deutschland heute. „Eine Kippa hat er immer dabei“ – so wurde Josef Schuster von einer deutschen Wochenzeitung charakterisiert. Doch was bedeutet es, heute als Jude in Deutschland zu leben? Über die positive Entwicklung jüdischen Lebens in Deutschland und Unterfranken sowie die aktuellen Herausforderungen für die jüdische Gemeinschaft spricht Zentralratspräsident Dr. Josef Schuster am Dienstag, 2. April, um 19 Uhr.

    Der Eintritt zu allen Vorträgen ist frei.

    Bearbeitet von Stefan Pompetzki

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