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    Würzburg

    Kulturreferent wünscht sich ein Literaturhaus für Würzburg

    Mit acht literarischen Kostproben trugen (von links) Erhard Löblein, Ulrike Schäfer, Hans-Jürgen Beck, Amandé Esperer, J... Foto: Angie Wolf

    Zum Literarischen Neujahrsempfang des Autorenkreises füllte sich am Donnerstagabend der Max-Dauthendey-Saal bis auf den letzten Platz. Aus gutem Grund, wie Kulturreferent Achim Könneke pries: "Dieser Neujahrsempfang ist eine Super-Gelegenheit, in die literarische Szene einzusteigen."

    Kulturreferent freut sich über die literarische Zusammenarbeit

    Schließlich standen deren Vertreter nicht nur am Podium - es gab acht kleine schriftstellerische Kostproben zu hören -, sondern es verteilten sich auch Literaturmacher der verschiedensten Art im Saal. Könneke hatte in seinem ersten halben Amtsjahr sieben wichtige Bestandteile der Literaturszene ausgemacht: die Autorenlesungen in der Stadtbücherei, die Aktion "Würzburg liest ein Buch", die Leonhard-Frank-Gesellschaft, Poetry Slams sowie ausgezeichnete Buchhandlungen und Verlagen. Damit landete der Referent und Schirmherr des Abends bei, siebtens, dem Autorenkreis Würzburg. Der habe ihm Mut gemacht.

    Am Autorenkreis erfreut Könneke besonders, dass sich Autoren gegenseitig unterstützen, dass sie zusammen "literarische Projekte entwickeln" und Öffentlichkeitsarbeit machen. Nur ist der Kulturreferent nicht der Auffassung, damit sei es nun aber genug. Vielmehr fragt er sich selbst, was nötig sei, um eine Literaturstadt weiter zu entwickeln, ein neues Publikum zu erschließen und vielleicht sogar "die Gesellschaft auf andere Weise zu spiegeln". Hier deutete er "zwei Visionen" an, die er mit den Gastgebern im neuen Jahr besprechen möchte. Eine davon verriet er: Eine Art Literaturhaus oder zumindest einen Literaturraum wünscht er sich für Würzburg. 

    Sieben Publikationen 2018 veröffentlicht

    Stadtbücherei-Leiterin Anja Flicker erinnerte an den Tod ihrer Vorvorgängerin Hildegard Poschet im vergangenen Jahr: "Lasst uns versuchen, uns im Team die Zeit schön zu machen", wünschte sie sich. 

    Zuversicht verströmte vom Anfang des Abends an Moderator Gunther Schunk, der zu diesem "kleinen kulturellen Gegenpol zu den politischen Neujahrsempfängen" begrüßte. Autorenkreis-Sprecher Johannes Jung warf indes noch einmal kurz einen Blick zurück und zählte im Jahr 2018 sieben Publikationen der rund 20 Autoren des Kreises, wobei Essays in Zeitschriften ebenso zählten wie das breite Spektrum vom Kriminalroman bis zur Gedichtübersetzung. Auch einige eingeheimste Preise konnte er vermelden. Die traditionelle Gruppenlesung wartete dann sogar mit einer Premiere auf: Ulrike Sosnitza las eine Passage aus ihrem Heyne-Roman "Orangenblütenjahr", der am 11. Februar im Buchhandel erscheint.

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