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    Kulturweg: Der Main als verbindendes Element

    Der Mondweg in Winterhausen, mit Blick auf die Orte Sommerhausen (rechts) und Winterhausen soll Teil des gemeindeübergre... Foto: Claudia Schuhmann

    Das Interesse der Bürger am gemeindeübergreifenden Kulturweg Sommerhausen-Winterhausen-Goßmannsdorf ist nach wie vor groß. Knapp 30 Bürger seien zum Treffen des Arbeitskreises Ende Januar gekommen, freut sich Bastian Lange, Allianzmanager der Interkommunalen Allianz Maindreieck.

    Die Allianz hatte die Entstehung von Kulturwegen auf dem Gebiet ihrer Mitgliedsgemeinden im Juni 2016 angestoßen und betreut sie seither gemeinsam mit Gerrit Himmelsbach, dem Geschäftsführer des Archäologischen Spessartprojekts. Am schnellsten bei der Umsetzung war die Gemeinde Marktbreit. Der Kulturweg bei Gnodstadt wurde bereits am 1. Mai 2017 eröffnet. Ein weiterer Weg im Bereich Randersacker-Theilheim-Lindelbach-Eibelstadt befindet sich in Planung.

    Es geht zwei Mal über den Main

    Der dritte Kulturweg, eben der auf dem Gebiet der Dörfer Sommerhausen, Winterhausen und Goßmannsdorf, nimmt schon sehr konkrete Formen an. Sein Verlauf stehe bis auf einige Details fest, so Bastian Lange im Gespräch mit dieser Redaktion. Der Weg überquert zwei Mal den Main – einmal über die Brücke zwischen Sommerhausen und Winterhausen sowie ein zweites Mal bei Goßmannsdorf.

    Eine erste Begehung hatte im Sommer 2017 schon stattgefunden. Auch die Schwerpunktthemen, die vorgestellt werden sollen, sind bereits ermittelt. Jetzt geht es um die konkrete Ausgestaltung der Info-Tafeln und deren genaue Standorte.

    Große Tafeln, auf denen die Besonderheiten des Ortes erklärt werden, sind ein wichtiger Bestandteil aller Kulturwege. Üblich sind sechs Tafeln pro Weg. Bastian Lange weiß aber schon jetzt, dass diese Zahl für den rund 15 Kilometer langen Kulturweg nicht ausreichen wird. Zu viele interessante Geschichten gibt es in den drei Orten zu erzählen. Jedes der Dörfer wird ein Schwerpunktthema vorstellen.

    Das Mittelalter in Sommerhausen

    „In Sommerhausen wird es hauptsächlich um das Mittelalter am Main gehen“, sagt Bastian Lange. Am Steinbruch oberhalb des Ortes, in dessen Nähe auch der Kulturweg verläuft, wird der Alltag der Steinbrecher in früheren Jahrhunderten gezeigt. Die Gemeinde Winterhausen, in der besonders viele engagierte Bürger am Projekt mitwirken, konzentriert sich auf den Main als verbindendes Element.

    „Die Bürger in Winterhausen haben in mehreren Arbeitsgruppen ihre Themen herausgearbeitet“, sagt Bastian Lange. Der Schwerpunkt wird demnach auf der Brücke liegen, auf der in früheren Zeiten dort befindlichen Fähre, auf der Schifffahrt und dem Zollhäuschen an der Brücke.

    Goßmannsdorf als Zwei-Zeilen-Dorf

    Auch Goßmannsdorf hat Interessantes zu bieten. Eine Tafel werde auf jeden Fall am sogenannten Russengrab stehen, das sich oberhalb des Ortes befindet, erklärt der Allianzmanager. Außerdem soll das Augenmerk auf die Struktur des Ortes als Zwei-Zeilen-Dorf mit dem hindurchfließenden Bach gelenkt werden. Eventuell wird auch in Goßmannsdorf der Steinbruch eine Rolle spielen. „Daran werden wir beim nächsten Treffen noch intensiver arbeiten“, so Bastian Lange.

    Bis dahin möchte Gerrit Himmelsbach bereits erste Entwürfe für die Info-Tafeln mit Text und Bildern erarbeiten. Seine Vorschläge sollen dann beim Arbeitskreistreffen diskutiert werden. Erst dann wird es um die genauen Standpunkte für die Tafeln gehen. Klar sei diesbezüglich schon jetzt, dass jeweils eine Tafel an den Start- und den Endpunkt der Wanderung kommen sowie je drei weitere im Bereich Winterhausen sowie Goßmannsdorf aufgestellt werden, und mehrere Tafeln in Sommerhausen, verrät Lange.

    Weitere Interessierte sind willkommen

    Der Wegverlauf selbst wird darüber hinaus zur Orientierung mit kleinen Schildchen gekennzeichnet. Damit scheint der gemeindeübergreifende Kulturweg eigentlich schon fast fertig zu sein. Dennoch peilt Bastian für die Eröffnung erst das Jahr 2019 an. Raum für weitere Ideen gebe es nämlich durchaus noch, sagt er und ermutigt weitere Interessierte, sich beim nächsten Arbeitskreistreffen einzubringen.

    Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet am Mittwoch, 18. April, um 19 Uhr beim TSV Goßmannsdorf statt.

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